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Thema: Sind Menschen auch außerirdisch?

  1. #151

    Standard

    Zitat Zitat von Sanskrit Beitrag anzeigen
    Warum sieht man uns Menschen nicht selbst als "außeridisch" an? Warum sollte man glauben, dass der Mensch nur auf Planet Erde lebt?

    Immerhin könnte es doch sein, dass wir Menschen nicht nur auf diesem Planet leben und als Außerirdische von woanders hierher gekommen sind.
    So sehe ich das auch

  2. #152

    Standard

    Hallo Maggie,

    na ich schon wieder

    Das ist doch Unsinn. Es ist anhand archäologischer Befunde und anthropologischer Beweisketten eindeutig bewiesen, dass die Menschen sich hier auf der Erde entwickelt haben. Da gibt es gar überhaupt keinen Zweifel. Wir stammen nicht von außerirdischen ab, sondern haben uns aus einem Zweig der Familie der "affenartigen" entwickelt.

    So ist das Leben, wir sind irdisch - und Außerirdische gibt es nicht auf der Erde.
    Aber ich will dich ja nicht "bekehren". Bleib bei deiner Ansicht.

    Gruß Kinifix

  3. #153

    Standard Mensch entwickelte sich auf der Erde

    Zitat Zitat von Kinifix Beitrag anzeigen
    Hallo Maggie,

    na ich schon wieder

    Das ist doch Unsinn. Es ist anhand archäologischer Befunde und anthropologischer Beweisketten eindeutig bewiesen, dass die Menschen sich hier auf der Erde entwickelt haben. Da gibt es gar überhaupt keinen Zweifel. Wir stammen nicht von außerirdischen ab, sondern haben uns aus einem Zweig der Familie der "affenartigen" entwickelt.

    So ist das Leben, wir sind irdisch - und Außerirdische gibt es nicht auf der Erde.
    Aber ich will dich ja nicht "bekehren". Bleib bei deiner Ansicht.

    Gruß Kinifix
    Habe mich länger mit dem Thema beschäftigt und die Forschungsergebnisse aus der Anthropologie gelesen. Es besteht kein Zweifel, daß sich der Mensch aus tierischen Vorfahren entwickelt hat. Körperbau, Sinnesorgane und Kommunikation finden sich ebenso bei hochentwickelten Tieren wie Delphinen, Schimpansen, etc. Viele Verhaltensweisen sind ähnlich, Altruismus gibt es auch bei Affen oder Elefanten, Agression ebenso.
    Daß die Evolution im darwinschen Sinne selektiv gewirkt hat, kann man an einfachen Beispielen bereits sehen: je nach Sonneneinstrahlung ist die Haut unterschiedlich hell. Jagen in Gruppen erhöht die Erfolgschancen. Also war Teamfähigkeit gefragt etc.
    Sprachähnliche Strukturen gibt es auch bei Tieren (Delphine, Wale, Haie).
    Die Fähigkeiten des Menschen haben sich erst über lange Zeiträume zum heutigen Stand entwickelt (Sprache, Schrift, Werkzeuge). Sie waren nicht plötzlich da.

  4. #154

    Standard Top Gedanke

    Zitat Zitat von Sanskrit Beitrag anzeigen
    Warum sieht man uns Menschen nicht selbst als "außeridisch" an? Warum sollte man glauben, dass der Mensch nur auf Planet Erde lebt?

    Immerhin könnte es doch sein, dass wir Menschen nicht nur auf diesem Planet leben und als Außerirdische von woanders hierher gekommen sind.
    Ja,es könnte die Wahrheit sein!Will die Wahrheit jemand wissen?

  5. #155

  6. #156

    Standard Leben von außen gestartet ?

    Daß sich Menschen und andere Lebewesen im Rahmen der ständigen Evolution auf der Erde entwickelt haben, ist unbestreitbar.
    Andererseits ist es auch so, daß primitive Organismen (Bakterien) Strahlung und Kälte lange Zeit im Weltraum überstehen können. Theoretisch wäre eine Panspermie möglich, so daß der Anstoß zu Leben in Form von Meteoriten als Träger von Mikroorganismen erfolgt sein könnte. Dies ist noch unbewiesen.
    Falls Leben auf anderen Planeten unseres Sonnensystems entdeckt wird, könnten wir mehr über den möglichen Mechanismus der Übertragung erfahren.

  7. #157

    Standard

    Zitat Zitat von bikefan007 Beitrag anzeigen
    Andererseits ist es auch so, daß primitive Organismen (Bakterien) Strahlung und Kälte lange Zeit im Weltraum überstehen können.
    Dafür gibt es nach meinem Wissen keinen Beleg.


    Zitat Zitat von bikefan007 Beitrag anzeigen
    Theoretisch wäre eine Panspermie möglich, so daß der Anstoß zu Leben in Form von Meteoriten als Träger von Mikroorganismen erfolgt sein könnte.
    Was aber die wichtigste Frage nach der Entstehung des Lebens nicht beantwortet, lediglich verschiebt.

  8. #158

    Standard

    Zitat Zitat von LEAM Beitrag anzeigen
    Dafür gibt es nach meinem Wissen keinen Beleg.



    Was aber die wichtigste Frage nach der Entstehung des Lebens nicht beantwortet, lediglich verschiebt.
    Zu Deiner ersten Aussage, hier ein Link über ein Experiment auf der ISS:
    http://www.3sat.de/page/?source=/nan...232/index.html
    Mikroben können eine mehrjährige Reise im Weltraum überleben, wenn sie in
    Meteoritenmaterial eingepackt sind.

  9. #159

    Standard

    Super, danke für deinen Hinweis.

  10. #160

    Standard

    Hallo bikefan007:

    Dieser Satz schränkt die Verbreitungsmöglichkeiten allerdings nennenswert ein:

    Selbst kleine Meteoriten könnten demnach Leben von einem Planeten zum anderen tragen, solange die Reise nicht länger als einige Jahre dauere, schreibt der "New Scientist".
    Und bei einer durchschnittlichen Verweilzeit von mehreren Tausend bis mehreren Millionen Jahren bis zum Auftreffen auf einen anderen Planeten oder Mond des Sonnensystems, haben sich in den Sporen so viele Mutationen angehäuft, dass die dann auftauenden Bakterien oder Bärtierchen umgehend das Zeitliche segnen.

    Viele Grüße!

  11. #161

    Standard

    Zitat Zitat von Mahananda Beitrag anzeigen
    Hallo bikefan007:

    Dieser Satz schränkt die Verbreitungsmöglichkeiten allerdings nennenswert ein:



    Und bei einer durchschnittlichen Verweilzeit von mehreren Tausend bis mehreren Millionen Jahren bis zum Auftreffen auf einen anderen Planeten oder Mond des Sonnensystems, haben sich in den Sporen so viele Mutationen angehäuft, dass die dann auftauenden Bakterien oder Bärtierchen umgehend das Zeitliche segnen.

    Viele Grüße!

    Nach gegenwärtigem Stand der Erkenntnisse hast Du recht. Diese Art von Bakterientransport würde nur innerhalb unseres Sonnensystems funktionieren.
    Über sehr viel größere Entfernungen (Größenordnung Lichtjahre) kann man wenig aussagen. Der Schutz vor intensiver Gamma-Strahlung wäre notwendig, da diese mit Sicherheit Mutationen hervorruft. Ob dazu die "Verpackung" der Mikroben in Kometen oder Meteoritenmasse ausreicht, ist ungewiss. Technische Maßnahmen wie Bleikammern würden zu viel voraussetzen (intelligentes Leben, Motivation zur Verbreitung), bleiben also Spekulation.

  12. #162

    Standard

    Hallo bikefan007,

    Diese Art von Bakterientransport würde nur innerhalb unseres Sonnensystems funktionieren.
    Ja, deshalb nennt man diese Form von Panspermie auch Transspermie, weil sie auf den interplanetaren Raum des Sonnensystems beschränkt bleibt.

    Transspermie ist von größeren Erfolgs-Chancen, wenn sie sich in Richtung der Sonne ereignet als von der Sonne weg, weil die Transspermie z.B. von der Erde zum Mars noch zusätzliche Beschleunigungsenergie benötigt, um die Anziehungskraft der Sonne zu überwinden. Das erfordert höhere Aufschlagsenergien bei einem Impakt auf die Erde, was wiederum die Chance vermindert, dass Mikroben diesen Impakt überstehen.

    Darüber hinaus gelangt die Mehrzahl der den Erdorbit erreichenden und schließlich verlassenden Brocken wegen der Sonnengravitation auf eine zur Sonne hin gerichtete Bahn statt auf eine von ihr weg gerichtete Bahn. Das vermindert zusätzlich die Chance auf eine erfolgreiche Transspermie.

    Letztlich ist es die Kleinheit der potentiell erreichbaren Ziele (also Mars oder einige Monde der Gasriesen), die die Chance auf ein Erreichen durch eine zufällige Bahn des Brockens erheblich mindert.

    Die allermeisten Brocken bleiben in einem Sonnenorbit - ähnlich wie beliebige Asteroiden - oder werden durch die Gravitation der Gasriesen aus dem Sonnensystem herausgeschleudert (und können dann nach mehreren Millionen Jahren vielleicht in ein anderes Planetensystem gelangen - allerdings mit einer kaputt mutierten Sporenfracht!) oder verglühen in den Atmosphären dieser Gasriesen.

    Dass dann wirklich mal ein Brocken zum Mars oder zu einem größeren Gasriesen-Mond gelangt, ist dann ein äußerst seltener Zufall, der in aller Regel auch nicht binnen weniger Jahre zu haben ist, sondern erst nach Tausenden oder gar Millionen Jahren. Von daher tendiere ich dazu, die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Transspermie mit Null zu beziffern.

    Viele Grüße!

  13. #163

    Standard Transspermie

    Hallo Mahananda,
    Es ist Fakt, das bestimmte Mikroben sehr tiefe und sehr hohe Temperaturen bei kurzer Einwirkung überstehen. Wenn sie dann zusätzlich von einem Gesteinsgemenge umgeben waren, erhöhte sich die Chance, nicht in der Erdatmosphäre von damals (CO2 und Methan) zu verglühen.
    Die Erde wird täglich von kleineren Gesteinsbrocken getroffen, die meist verglühen und gesprengt werden. Diese sind sicher keine Kandidaten zur Übertragung von Lebenskeimen (Mikroben oder DNA).
    Wie auch Deine Überlegungen zu den Umlaufbahnen der Asteroiden-Brocken zeigen, ist es möglich daß innerhalb von großen Zeiträumen die Erde von solchen getroffen werden kann. Ob ihre mögliche Mikrobenfracht überlebt hat, hängt ganz richtig von den Umständen ab.
    Jedoch bleibt bei die grundsätzliche Frage unbeantwortet:
    Kann Leben aus unbelebter Materie entstehen ? Oder ist eine Steuerung notwendig, ein Informationspaket, daß den gesamten Bauplan für einfache Organismen enthält ?

    Grüsse von
    bikefan007

  14. #164

    Standard

    Hallo bikefan007,

    Kann Leben aus unbelebter Materie entstehen ? Oder ist eine Steuerung notwendig, ein Informationspaket, daß den gesamten Bauplan für einfache Organismen enthält ?
    zur ersten Frage: Ja, Leben kann aus unbelebter Materie entstehen.

    zur zweiten Frage: Nein, es ist keine externe Steuerung notwendig.

    Ein ominöses "Informationspaket" ist nutzlos, wenn es nicht in den bereits bestehenden Stoffwechsel eingebunden ist. Also nützt z.B. eine DNA nichts, wenn der zugehörige Zellenkontext nicht vorhanden ist, der den Nucleotidsequenzen überhaupt erst "Bedeutung" verleiht.

    Viele Grüße!

  15. #165

    Standard

    Zitat Zitat von Mahananda Beitrag anzeigen
    Ein ominöses "Informationspaket" ist nutzlos, wenn es nicht in den bereits bestehenden Stoffwechsel eingebunden ist.
    Dazu eine Frage. Wir reden zwar immer über Bauplan, aber so richtig stimmt das ja nicht, wenn ich http://walter.bislins.ch/wissen/inde...NA+zum+Protein lese:
    Der Bauplan jedes Organismus ist in der DNA gespeichert, Gen für Gen. Da steht aber nicht direkt drin, dass der Kopf eines Menschen oben am Körper sitzen soll und die Beine unten usw. Sondern die Gene geben an, wie Proteine konstruiert werden sollen.
    Von daher entspricht das nach meiner Vorstellung nicht einer Art von technische Zeichnung, es ist doch wohl eher wie eine Art von abstrakter Arbeitsanweisung zu verstehen, oder wie kann ich mir das am besten vorstellen?

  16. #166

    Standard

    Hallo LEAM,

    Danke für die Info. Habe die Animationen dazu angeschaut. Es ist in der Tat nicht möglich, die Informationen zur Bildung eines lebenden Organismus' lokal kompakt zu speichern. Die DNA enthält eine Menge genetischer Informationen. Was wir jedoch nicht genau wissen, ist Art und Inhalt der Kommunikation der Zellen untereinander. Daran wird weltweit geforscht (auch deshalb, weil man hofft, schwere Krankheiten wie Krebs damit heilen zu können).
    Bis jetzt ist es sehr beeindruckend zu sehen, mit welcher Präzision die Kopiervorgänge DNA - RNA ablaufen.
    Zu unserem Thema, ob sich Leben dieser Art auch ausserirdisch entwickelt haben könnte, muß man mindestens voraussetzen, daß die uns bekannten notwendigen Stoffe wie Wasser, Mineralien, Energie im habitablen Bereich vorhanden sind.

    Grüsse von
    bikefan007

  17. #167

    Standard

    Hallo LEAM und bikefan007:

    Hier ist ein Artikel, in dem die Vorstellung vom Bauplan kritisch hinterfragt wird.

    Viele Grüße!

  18. #168

    Standard

    Hallo LEAM:

    ... wie kann ich mir das am besten vorstellen?
    Auf jeden Fall sind die Dinge komplexer als dass man das Genom auf einen ingenieurtechnischen Begriff herunterbrechen könnte. Vielleicht ist ein Perspektivwechsel hier hilfreich. Grundsätzlich funktionieren Lebewesen, weil Enzyme den Stoffwechsel in Gang halten. Enzyme sind Proteine und die Gesamtheit der Proteine ist das Proteom. Im Unterschied zur DNA, die das Genom bildet, ist das Proteom in einem dynamischen Fließgleichgewicht. Das heißt, dass Proteine stets abgebaut, zerlegt und neu aufgebaut werden.

    Diese dynamische Proteom-Struktur reproduziert sich selbst, weil über Rückkopplungen das Genom in diesen Reproduktionsprozess eingebunden ist. Proteine trennen also die DNA-Doppelhelix auf. Proteine erzeugen an einem der beiden DNA-Stränge einen RNA-Strang (Transkription). Proteine binden Aminosäuren spezifisch an zugehörige tRNA's.

    Ribosomen, die aus RNA und Proteinen bestehen, verknüpfen die über tRNA's herantransportierten Aminosäuren zu neuen Polypeptiden (Translation), die wiederum mit Hilfe von Proteinen in fertige Proteine umgewandelt werden (posttranslationale Modifikation).

    Im Zuge der Selbsterhaltung des Proteoms spielt das Genom eine passive Rolle. Die DNA-Sequenzen liefern die Vorlage für RNA-Sequenzen. Die RNA-Sequenzen sind für die weitere Funktion weder eindeutig noch fertig. Die an der DNA transkribierten RNA-Sequenzen liegen nur als Rohform vor. Proteine schneiden verschiedene Abschnitte heraus, die dann zur fertigen Vorlage für die Peptidsynthese zusammengefügt werden (Spleißen). Und wie schon geschrieben, werden die translatierten Polypeptide ebenfalls noch nach-editiert.

    Aus all dem kann man rekonstruieren, dass die DNA weder einen Bauplan darstellt, noch eine Betriebsanweisung. Genau genommen spielt die DNA nur die Rolle eines Notizzettels, auf dem die Zutaten für ein Rezept draufstehen. Was aus diesen Zutaten dann gemacht wird, entscheidet sich im Proteom und dessen Umfeld.

    Die Zellbiochemie als Ganzes - also das komplette chemische Fließgleichgewicht - gibt den Kontext vor, in dem den DNA-Sequenzen ihre "Bedeutung" für denselben zugeordnet werden kann. Und wie der verlinkte Artikel von Kirsten Schmidt nahelegt, steht diese "Bedeutung" nicht einmal ein für allemal fest, sondern ergibt sich im Verlauf der zeitlichen Veränderung des Zellenkontextes zugleich eine Variation der Bedeutungszuweisungen.

    Man kann sich das vielleicht so vorstellen, dass auch im Verlauf der Zellenentwicklung (Ontogenese) eine Selektion auf biochemischer Ebene stattfindet, die nur das übrig lässt, was die Zelle funktionsfähig erhält, während andere Zellen zugrundegehen (Apoptose = sogenannter "programmierter Zelltod").

    Viele Grüße!

  19. #169

    Standard

    Hallo Mahananda und LEAM,
    Das war eine sehr ausführliche Erklärung der Zell-Erneuerungsvorgänge.
    Es ist damit klar, daß das Genom und die Kopie (RNA) für sich allein noch nicht
    zum Endresultat führen. Sie sind Voraussetzung, aber nicht ausreichend, um als vollständiger Bauplan zu fungieren. Die Proteine steuern das weitere Vorgehen.
    Da die Lebewesen sehr verschieden aussehen, sind sowohl ihre DNA wie auch die Proteine unterschiedlich. Bei der Reproduktion der Zellen spielt dann auch noch ein selektives Moment mit, d.h. es können Mutationen auftreten, die als gut oder schlecht für das Überleben der Zelle bewertet werden. So kann sich der Organismus an seine Umwelt anpassen.
    Ja, ich war auch schon mal sehr skeptisch, als es hieß, daß ein amerikanisches Biolabor (Venter) das Genom des Menschen vollständig entschlüsselt hätte. Das mag ja sein, aber es gehört doch sehr viel mehr dazu, wenn man den Anspruch erhebt, nun alles verstanden zu haben. was für eine erfolgreiche Zell-Reproduktion notwendig ist.

    Unsere Ausgangsfrage (Thema) war ja, ob eine ähnliche Entwicklung außerhalb der Erde denkbar ist. Wir werden dies zunächst in unserer näheren Umgebung überprüfen (Mars, Jupitermode etc.). Dabei erwarten wir einfache Organismen (Mikroben). Unsere Raumsonden müssen vor dem Abflug absolut steril sein.

    Grüsse von
    bikefan007

  20. #170

    Standard

    Hallo bikefan007,

    in einem anderen Thread habe ich mir über das Spektrum möglicher alternativer Wege zur Lebensentstehung Gedanken gemacht. Mit Alternativen zu Aminosäuren als Grundbaustein für Enzyme sowie Nucleinsäurebasen als Bestandteil von Matrizenmolekülen für Genome sieht es aus planetologischen Gründen nicht sehr weitläufig aus, so dass man mit gutem Grund vermuten darf, dass auch außerirdisches Leben auf der Basis von Polypeptiden funktioniert, welche mit Hilfe von Nucleinsäurebasen reproduziert werden.

    Sollte es wider Erwarten doch noch auf dem Mars oder auf diversen Eismonden Relikte einstigen Lebens oder gar noch lebendige Mikroben geben, dann halte ich es für wahrscheinlicher, dass dies über Transspermie von der Erde dorthin gekommen ist und dort überdauert hat.

    Das ließe sich recht einfach feststellen, indem man den Proteinsyntheseapparat untersucht. Wenn die Polypeptide dort ebenfalls aus den 20 Aminosäuren zusammengebaut werden wie die der irdischen Proteine, dann darf man begründet vermuten, dass es eine gemeinsame evolutionäre Wurzel gibt.

    Ergibt eine Analyse des dort verwendeten genetischen Codes, dass RNA-Tripletts übereinstimmend mit den entsprechenden Aminosäuren belegt sind, hätten wir den definitiven Beweis, dass solche Mikroben von der Erde stammen, denn die Triplett-Belegung erfolgte zufällig und ist nicht von den jeweiligen Molekülstrukturen abhängig.

    Insgesamt bin ich aber äußerst pessimistisch, dass irgendwo tatsächlich außerirdisches Leben gefunden wird.

    Viele Grüße!

  21. #171

    Standard

    Hallo Mahananda,

    Das finde ich sehr interessant, daß wir durch Vergleich mit den irdischen Organismen feststellen können, ob z.B. auf dem Mars Lebensformen von der Erde existieren. Dann können wir auch etwas über die Richtung der Übertragung aussagen.
    Deinen Pessimismus, Leben überhaupt zu finden in unserem Sonnensystem teile ich nur insofern, daß höher entwickeltes Leben unwahrscheinlich ist, während auf der Ebene von Mikroben (Bakterien) sehr wohl eine Chance besteht. Das liegt auch daran, daß diese nicht unbedingt Sauerstoff benötigen. Nur eine Energiezufuhr ist notwendig (Sonnenenergie, Wärmeenergie in der Nähe von vulkanischen Rissen). Die Strahlungsbelastung darf nicht zu hoch sein. Deshalb werden diese Lebewesen Schutz suchen unter Gestein oder im Wasser, soweit vorhanden.
    Natürlich interessiert es uns, wie es in anderen Sonnensystemen mit habitablen Planeten aussieht. Da ist ein Direktkontakt aufgrund der riesigen Entfernung nicht in vernünftigen Zeiträumen möglich. Aber wir haben einige Meßmittel zur Verfügung, wie z.B. die Spektralanalyse, wobei das Licht der dortigen Sonne ausgefiltert werden muß. Damit können wir etwas zur Chemie eines Planeten ermitteln und die Wahrscheinlichkeit von Leben bestimmen.
    Was hier möglich ist, wird die Zukunft zeigen.

    Grüsse von
    bikefan007

  22. #172

    Standard

    Hallo bikefan007,

    Nur eine Energiezufuhr ist notwendig (Sonnenenergie, Wärmeenergie in der Nähe von vulkanischen Rissen).
    Na ja, ein paar Nährstoffe in Gestalt von Stickstoffverbindungen und Schwefelverbindungen dürfen es darüber hinaus auch sein, sondern verabschiedet sich über kurz oder lang auch der Stoffwechsel von Extremophilen.

    EDIT: Die fundamentale Rolle von Phosphorverbindungen als Energielieferant darf ebenfalls nicht übersehen werden!

    Damit können wir etwas zur Chemie eines Planeten ermitteln und die Wahrscheinlichkeit von Leben bestimmen.
    Das klappt aber nur eingeschränkt. Ich hatte bei meinen Beispielen auf die beiden Gase Methan und Ozon verwiesen, die bei gemeinsamem Vorkommen als Biomarker geeignet sind.

    Bei mikrobiellem Leben besteht eine nicht unerhebliche Wahrscheinlichkeit, dass es spektroskopisch unentdeckbar bleibt, weil beide Gase nicht in ausreichender Menge produziert werden, um sich in der Atmosphäre anzureichern.

    Man muss z.B. bedenken, dass das Leben auf der Erde auch erst seit etwa 2 Milliarden Jahren auf diese Weise entdeckbar geworden ist. Die etwa 1,5 Milliarden Jahre zuvor gab es weder nennenswerte Mengen Sauerstoff noch Ozon in der Luft.

    Viele Grüße!

  23. #173

    Standard

    Zitat Zitat von Mahananda Beitrag anzeigen
    Und bei einer durchschnittlichen Verweilzeit von mehreren Tausend bis mehreren Millionen Jahren bis zum Auftreffen auf einen anderen Planeten oder Mond des Sonnensystems, haben sich in den Sporen so viele Mutationen angehäuft, dass die dann auftauenden Bakterien oder Bärtierchen umgehend das Zeitliche segnen.

    Viele Grüße!
    Könnten dabei nicht auch Mutationen auftreten , die ein Überleben auf anderen Planeten gewährleisten ?

  24. #174

    Standard

    Hallo Mahananda,
    Habe vergessen zu erwähnen, daß neben Energiezufuhr mittels Smoker auch entsprechende Nährstoffe notwendig sind zur Aufrechterhaltung der biologischen Funktionen. Schwefel und Phosphor spielen eine wichtige Rolle dabei.
    Der Nachweis ausserirdischen Lebens über Biomarker wie Methan und Ozon ist offenbar schwierig, wie z.B. die Auswertung der Mars-Gasmessungen zeigen. Dort wurde zwar Methan nachgewiesen, das möglicherweise aus Mikroben-Aktivitäten stammen könnte. Gleichzeitig weist die Nasa darauf hin, daß sich durch vulkanische Aktivitäten auch nichtbiologisch erzeugtes Methan bilden kann.
    Wir sind also auf weitere Informationen angewiesen, entweder durch daraufhin aufgebaute Robotersonden oder durch direkte Untersuchungen (Wissenschaftsastronauten).

    Grüsse von
    bikefan007

  25. #175

    Standard

    Zitat Zitat von stella Beitrag anzeigen
    Könnten dabei nicht auch Mutationen auftreten , die ein Überleben auf anderen Planeten gewährleisten ?
    Hallo Stella,

    Bis jetzt haben wir nur nachgewiesen, daß bestimmte Mikroben mehrere Jahre unter Weltraumbedingungen überleben können. Bei sehr viel längeren Reisezeiten (Mahananda spricht von Millionen von Jahren) sinkt die Wahrscheinlichkeit, daß selbst diese einfachen Organismen noch lebensfähig sind (zu hohe Belastung mit Gammastrahlen).
    Die auf der Erde auftretenden Mutationen werden in relativ kurzen Zeiten durch die Evolution selektiert (beibehalten bei Vorteilen oder eliminiert).

    Grüsse von
    bikefan007

  26. #176

    Standard

    Hallo stella,

    prinzipiell können sich unter den Mutationen auch solche befinden, die sich vorteilhaft auswirken könnten, wenn - ja wenn diese im statistischen Rauschen nicht untergehen würden. Das bedeutet: Im Laufe der Zeit ereignen sich mehr und mehr Mutationen, die infolge des Ruhezustandes der Mikrobe nicht repariert werden.

    Da die Wahrscheinlichkeit der Entstehung schädlicher Mutationen viel größer ist als die Entstehung nützlicher oder neutraler Mutationen, ergibt sich nach dem Übergang in die aktive Phase, dass die angehäuften Mutationen in der Summe schädliche Folgen haben, weil die wenigen nützlichen Mutationen durch die Auswirkungen der schädlichen Mutationen überdeckt werden und somit gar nicht zur Entfaltung kommen.

    Viele Grüße!

  27. #177

    Standard

    Hallo bikefan007,

    Energiezufuhr mittels Smoker
    Bei den Smokern bin ich skeptisch, ob dort Leben entstehen kann. Meine Favoriten sind Gezeitenzonen in vulkanisch aktiven Gebieten mit Flussmündungen, weil sich dort sowohl chemische Vielfalt wie auch Energiezufuhr und periodisches Austrocknen und Salzgehaltwechsel vorfindet, was für ein Polymerwachstum nur begünstigend sein kann.

    Wir sind also auf weitere Informationen angewiesen, entweder durch daraufhin aufgebaute Robotersonden oder durch direkte Untersuchungen (Wissenschaftsastronauten).
    Damit gelangt man aber nur zu Himmelskörpern innerhalb des Sonnensystems - und auch damit nur in den näheren Bereichen - also maximal bis zum Kuiper-Gürtel. Dein Hinweis auf spektroskopische Untersuchungen bezog sich aber auf Exoplaneten in anderen Sonnensystemen. Diese bleiben uns für eine Untersuchung vor Ort unerreichbar, weil zu weit entfernt.

    Viele Grüße!

  28. #178

    Standard

    http://https://www.youtube.com/watch?v=lWOZhXkQeW0
    Zitat Zitat von Sanskrit Beitrag anzeigen
    Warum sieht man uns Menschen nicht selbst als "außeridisch" an? Warum sollte man glauben, dass der Mensch nur auf Planet Erde lebt?

    Immerhin könnte es doch sein, dass wir Menschen nicht nur auf diesem Planet leben und als Außerirdische von woanders hierher gekommen sind.
    Ja stimmt. Vielleicht stammen unsere Vorfahren vom Mars? Wie man auf vielen neuen Marsbildern sieht, gibt es dafuer zahlreiche Indizien. Die Megalithkultur ist auf dem Mars noch immer vertreten und alte Ruinen Reste moderner Bauten sprechen Bände. Das erinnert dann an das alte Ägypten.

    https://www.youtube.com/watch?v=lWOZhXkQeW0

  29. #179

    Standard

    Zitat Zitat von Matrice Beitrag anzeigen
    Vielleicht stammen unsere Vorfahren vom Mars?
    Welche konkreten Gründe gäbe es dafür? Und woher stamme die und dann die, die die Vorfahren unserer angeblichen Marsvorfahren geschaffen haben sollen?



    Zitat Zitat von Matrice Beitrag anzeigen
    Wie man auf vielen neuen Marsbildern sieht, gibt es dafuer zahlreiche Indizien.
    Zunächst mal gibt es Menschen, die nicht verstehen können, dass die in unserem Gehirn vorhandene Mustererkennung uns Dinge sehen lässt, die so nicht zwangsweise existieren: http://scienceblogs.de/astrodicticum...-verzerrungen/
    Bei der Suche nach Mustern in komplexen Prozessen gibt es aber ein Problem: Wir finden sie auch dort, wo gar keine sind und mit den daraus erwachsenden kognitiven Verzerrungen beschäftigt sich Kapitel 9 des Buchs. Wir Menschen sind regelrecht dazu konstruiert, überall Muster zu erkennen. Mlodinows Beispiel dafür ist das Auge: Wir schätzen das, was mir “mit eigenen Augen” gesehen haben, sehr hoch ein und selbst vor Gericht zählt die Aussage von Augenzeugen viel. Aber würde man sich ein Video mit den “Rohdaten” ansehen, die unsere Augen produzieren, dann wäre das nicht sehr beeindruckend. Mitten im Bild befände sich ein blinder Fleck an dem nichts zu sehen ist (verursacht durch den optischen Nerv der an dieser Stelle die Retina durchquert. Nur ein sehr eng begrenzert Bereich wäre wirklich scharf; ungefähr vergleichbar mit dem Bereich den unsere auf Armlänge ausgestreckte Daumenspitze überdeckt.

  30. #180

    Standard

    Zitat Zitat von Matrice Beitrag anzeigen
    ... gibt es dafuer zahlreiche Indizien.
    Nein, gibt es nicht.

    Zitat Zitat von Matrice
    Die Megalithkultur ist auf dem Mars noch immer vertreten
    Nein, ist sie nicht.

    Zitat Zitat von Matrice
    und alte Ruinen Reste moderner Bauten ...
    gibt es auf Mars nicht.

    Fazit: Alles Bullshit.

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