Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Zeige Ergebnis 1 bis 30 von 35

Thema: Jurassic Contact?

  1. #1

    Standard Jurassic Contact?

    Hallo,

    der folgende Text ist eine Überarbeitung einer Idee, die ich bereits vor knapp drei Jahren schon einmal skizziert hatte.


    Jurassic Contact?

    Während eines Kantinengesprächs in Los Alamos im Jahr 1950 kam – unter dem Eindruck der damals populären UFO-Sichtungen – das Thema außerirdische Zivilisationen zur Sprache. Nach einigen Überlegungen hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit und der Häufigkeit ihres Entstehens in der Galaxis fragte Enrico Fermi, wo sie denn seien, da im Sonnensystem nirgendwo Spuren ihrer Anwesenheit sichtbar sind. Zu den vielen möglichen Antworten auf Fermis Frage gehört unter anderem die Annahme, dass außerirdische Besucher durchaus bereits im Sonnensystem gewesen sind, wir aber bislang keine Spuren ihrer Anwesenheit entdeckt haben.

    Wenn Besucher einstmals hier waren und eine Botschaft hinterlassen haben, dann in der Voraussicht, dass ihre Abwesenheit sich so lange hinziehen wird, dass in der Zwischenzeit Empfänger heranreifen könnten. Hinterlassene Botschaften dürften daher mit hoher Sicherheit nicht als Folge einer Visite während der Mikroben-Ära zu erwarten sein, sondern erst nach der Beobachtung erfolgreicher Festlandsbesiedlung mit aussichtsreichen Kandidaten hinsichtlich der Evolution hin zu Raumfahrern. Dies ist auf der Erde erst seit frühestens 400 Millionen Jahren gegeben. Auf diesen Zeitraum müsste sich daher die Spurensuche eingrenzen lassen.

    Es ist davon auszugehen, dass eine hinterlassene Botschaft von geeigneten Adressaten gefunden werden soll. Sie muss demnach hinreichend gut verborgen sein, um einen Zugriff durch unqualifizierte Wesen wie Saurier oder Neandertaler mit Sicherheit auszuschließen. Von daher verbietet sich eine Deponierung der Botschaft auf der Erde. Darüber hinaus ist die Erde geologisch viel zu aktiv, so dass eventuell hinterlassene Bodenmarkierungen, Gebäude usw. über Millionen Jahre hinweg nicht erhalten geblieben sein könnten. Auch die Deponierung im Untergrund ist wegen nachfolgender Überformungen der Landschaft eine ungeeignete Maßnahme, um auf sich aufmerksam zu machen. Von der Möglichkeit, auf der Erde Spuren außerirdischer Besucher zu finden, muss daher von vornherein abgesehen werden.

    Ein Adressat, der geeignet ist, die Botschaft zu empfangen, müsste in der Lage sein, interplanetare Raumfahrt zu betreiben und Landemanöver auf Himmelskörpern zu bewältigen. Dies gelingt jedoch nur ab einem Stand der Technologie-Entwicklung, der konform geht mit einem entsprechend fortgeschrittenen Stand der Zivilisations-Entwicklung, einschließlich dem Niveau der Wissenschaftskultur. Erst Zivilisationen, die so weit gekommen sind, die Botschaft zu erreichen, sind in der Lage, die Botschaft auch zu verstehen.

    Das bedeutet zugleich, dass die Botschaft nicht so perfekt verborgen sein darf, dass sie übersehen wird. Der Mond erweist sich als Deponierungsort ungeeignet. Zwar ist er der Erde am nächsten und geologisch längst inaktiv, aber über hinreichend lange Zeiträume verwittern durch kleinere Einschläge auch hier Oberflächenmarkierungen. In das Felsgestein eingelassene Botschaften sind demnach ebenfalls letztlich unauffindbar, weil entsprechende Hinweise auf den Deponierungsort unter Regolith-Staub verschüttet sind. Damit ist der Mond als Objekt der Suche nach außerirdischen Botschaften al-lenfalls von nachrangiger Relevanz.

    Die Librationspunkte der Umlaufbahnen von Erde und/oder Mond sind nicht lange genug stabil, um eine dort geparkte Sonde zu stationieren. Es besteht immer das Risiko der Kollision mit querenden Kleinkörpern. Darüber hinaus führen leichte Bahnveränderungen zu einer Verlagerung der Librationspunkte, so dass die Sonde unkontrolliert den Orbit verlässt. Die Librationspunkte scheiden daher als Deponierungsort für Botschaften außerirdischer Besucher aus.

    Weiterhin ist unwahrscheinlich, dass im Bereich der Kleinkörper-Gürtel zwischen Mars und Jupiter oder jenseits des Neptun eine Botschaft deponiert ist, da diese Gürtel sehr unübersichtlich strukturiert sind. Es gibt dort zu viele Objekte in zu vielen verschiedenen Bahnen. Wenn die Botschaft möglichst leicht auffindbar sein soll, dann erweisen sich die Kleinkörper-Gürtel für diesen Zweck als denkbar ungeeignet. Daher können auch diese Regionen des Sonnensystems unberücksichtigt bleiben.

    Übersichtliche Umgebungen gibt es im Sonnensystem nur in den Mondsystemen der vier großen Gas-Planeten. Die Zahl der Satelliten ist dort nicht übermäßig groß und – abgesehen von den Außenbereichen – befinden sich diese in der Äquatorebene der Planeten. Insbesondere die inneren Bereiche garantieren darüber hinaus langfristig stabile Orbits. Demnach besteht hier die größte Wahrscheinlichkeit, bei der Suche nach Hinterlassenschaften von Besuchern fündig zu werden.

    Anwesenden Besuchern dürfte nicht entgangen sein, dass sich auf der Erde Lebewesen entwickelt haben. Von der Sonne aus gezählt ist die Erde der dritte Planet. Zur Sonne hin nach innen gezählt, ist die Erde der sechste Planet. Genau umgekehrt verhält es sich mit dem Saturn. Er ist nach außen hin der sechste und nach innen hin der dritte Planet. Saturn besticht durch sein auffälliges Ringsystem, das ihn gleichsam wie eine Markierung aus der Reihe der übrigen Planeten hervorhebt.

    Als Begleiter des Saturn finden sich sieben größere Monde mit kugelähnlicher Gestalt. Einer davon – Titan – vereint in sich etwa 95 Prozent der Gesamtmasse aller Saturnmonde und hebt sich damit schon allein durch seine Größe von allen anderen Saturnmonden ab. Von Saturn nach außen gezählt, ist Titan der sechste große Mond. Zum Saturn nach innen hin gezählt ist er der zweite. So wie Saturn als dritter Planet von außen auf die Erde als dritten Planet von innen verweist, verweist analog dazu Titan als zweiter Mond von außen auf Enceladus als zweiten Mond von innen.

    Enceladus macht durch seine geologische Aktivität auf sich aufmerksam. Am Grund des Eismantels auf der Oberfläche des Silikatkerns befindet sich genau unter dem Südpol eine Wasserblase, die von innen her aufgeheizt wird. Von dort aus erfolgt das Aufschmelzen der gesamten Südpolarregion. Bei einer Oberflächentemperatur von etwa – 200 °C gefriert die Wasserblase sofort und bildet eine mehrere Meter dicke Eisschicht. Infolge der durch die Nachbarmonde ausgelösten Gezeitenreibung rotiert diese Eisschicht, wobei sich Risse bilden, die sich charakteristisch verformen (S-förmig abgewinkelte Enden, Y-förmige, sich verzweigende Strukturen usw.). Aus diesen Rissen entweicht permanent sublimierter Wasserdampf, der nachfolgende Wasserschichten aufgrund eines Sogeffekts in die Risse transportiert. Dort sublimieren sie ebenfalls, so dass sich die Menge des Dampfausstoßes auf einen konstanten Wert stabilisiert. Die kleinsten Dampfpartikel gefrieren, verlassen den Mond infolge der großen Austrittsgeschwindigkeit und verteilen sich gleichmäßig auf dessen Umlaufbahn. Es entsteht um Saturn ein Ring, der sich nach und nach verbreitert (E-Ring).

    Die Gezeitenreibung der Nachbarmonde ist nicht ausreichend, um die beobachtete Wärmeproduktion in der Südpolarregion von Enceladus zu erklären. Daher müssen weitere Ursachen als Wärmequelle in Betracht gezogen werden. Aus der globalen Oberflächenbeschaffenheit von Enceladus ist ableitbar, dass die Areale aufgeschmolzenen Eises in der Vergangenheit erheblich größer waren als derzeit. Das bedeutet, dass die Wärmeproduktion der Quelle merklich nachgelassen hat. Da es zum Teil abrupte Übergänge zwischen alten, stark verkraterten und jungen, kraterarmen Arealen gibt, lässt sich eine grobe Datierung des Aufschmelzbeginns vornehmen.

    Mit dem Einsetzen der Aktivität der Wärmequelle wurden größere Areale der alten Eiskruste aufgeschmolzen. Im Verlauf des Aufschmelzvorgangs kam es zugleich zu einer ungleichmäßigen Dichteverteilung im Eismantel, die sich auf die Rotationsstabilität als Unwucht auswirkte. Die Folge war, dass sich allmählich ein neuer stabiler Endzustand einstellte, nachdem sich die Unwucht in Pol-Lage befand. Während des Einpendelns der Wärmequelle in Pol-Lage wurde die reine Wärmeleistung der Wärmequelle infolge der damit verbundenen größeren Gezeitenreibung so sehr verstärkt, dass größere Areale des Mantels aufschmolzen als es sonst möglich gewesen wäre.

    Nach erfolgter orbitaler Stabilisierung froren die äquatornahen Bereiche binnen kurzer Zeit wieder ein und konservierten damit die Oberflächenstrukturen. Diese waren von nun an dem statistisch zu erwartenden Meteoritenstrom ausgesetzt. Kraterzählungen ergaben einen Wert von etwa 170 Millionen Jahren. Im engeren Bereich um die Wärmequelle konnte ein Wert von etwa einer halben Million Jahren ermittelt werden. Da diese Region sich infolge der aufsteigenden Wassermassen ständig verändert, werden ältere Krater durch Schmelzvorgänge immer wieder eingeebnet, während dies außerhalb der warmen Zone nicht geschieht. Mit einer gewissen Unsicherheit kann man daher den Zeitpunkt des Beginns der geologischen Aktivität von Enceladus auf etwa 150 bis 200 Millionen Jahre vor der Gegenwart eingrenzen, also auf die Jura-Zeit.

    Die notwendigen Eigenschaften einer Botschaft untermauern die Vermutung, dass Enceladus der Deponierungsort einer solchen sein könnte:

    Eine Botschaft muss über einen langen Zeitraum hinweg Informationen konservieren. Bis zur Entstehung eines geeigneten Adressaten dauert es im ungünstigsten Fall einige Milliarden Jahre. Während dieser Zeit bedarf es eines effizienten Schutzes der Informationsspeicher. Impakte müssen abgefedert werden und dürfen zu keinen dauerhaften Schäden führen. Kleine künstliche Sonden besitzen zwar eine geringere Oberfläche und damit eine geringere Impaktwahrscheinlichkeit, aber im Falle eines sich zufällig doch ereignenden Impakts würde die geringe Dicke des Schutzschildes einen Totalschaden nicht vermeiden können.

    Zu groß darf eine Sonde allerdings nicht sein, da neben der größeren Oberfläche und damit höheren Impaktwahrscheinlichkeit der Materialaufwand zu groß wird. Es muss ein Optimum gefunden werden, das Dauerhaftigkeit maximiert und gleichzeitig den nötigen Materialaufwand minimiert. Es dürfte daher ökonomischer sein, eine Datenkapsel im Innern eines kleinen Himmelskörpers zu deponieren. Als natürlicher Schutzschild eignet sich in Anbetracht der benötigten Mengen ein Mantel aus Wassereis. Die Informationsspeicher müssten zusätzlich in eine massive Hülle eingebettet sein, um den Druckverhältnissen im Innern standhalten zu können.

    Die im Innern des Himmelskörpers deponierte Botschaft müsste über ihre Absender Auskunft geben. Um entschlüsselt werden zu können, muss sie so beschaffen sein, dass die Empfänger mit geeigneten Symbolen in die Lage versetzt werden, den Speicher abzurufen und die Informationen in eine für sie verständliche Form transformieren zu können. Die Botschaft selbst dürfte vor allen Dingen Abbildungen, Filmsequenzen, Illustrationen usw. enthalten, um die Heimatwelt und die Aktivitäten der Absender möglichst anschaulich vorzustellen.

    Auf dem Himmelskörper muss etwas vorhanden sein, das auf die Botschaft aufmerksam macht. Eine gewöhnliche Markierung auf der Oberfläche dürfte durch kleinere Impakte recht schnell verwittern. Effizienter ist die Deponierung einer größeren Menge radioaktiven Materials. Wenn eine hinreichend große Menge davon an einem beliebigen Ort auf der Oberfläche angehäuft wird, führt die Wärmeentwicklung dazu, dass sich das Material bis zum Grund des Eismantels durchschmilzt. Erst auf der Oberfläche des Silikatkerns kommt dieser Prozess zum Erliegen.

    Auf der Oberfläche des Silikatkerns wird weiterhin so viel Wärme erzeugt, dass ein Teil des Wassereismantels von unten her aufgeschmolzen bleibt. Diese Aufschmelzung bewirkt durch Sublimation an der Oberfläche den Ausstoß von Wassereispartikeln in den umgebenden Raum und bildet damit ein erforschungswürdiges Phänomen für präsente Hochtechnologie-Zivilisationen des Zielsystems. Mit der Wahl geeigneter Materialien (z.B. Uran 238 oder Thorium 232, aber auch chemische Verbindungen des radioaktiven Kalium-Isotops 40) lässt sich diese Wärmeproduktion über mehrere Milliarden Jahre hinweg aufrecht erhalten.

    Nimmt man alle oben benannten Eigenschaften zusammen, die Enceladus als einen in mehrfacher Hinsicht besonderen Himmelskörper ausweisen und setzt sie in Beziehung zu den nötigen Maßnahmen, eine Botschaft über mehrere Hundert Millionen Jahre funktionsfähig zu erhalten, ergibt sich als mögliche Schlussfolgerung, dass dort eine Botschaft außerirdischer Besucher deponiert ist. Die Eingrenzung des Aktivitätsbeginns von Enceladus auf die Jura-Zeit lässt sich mit der Überlegung in Übereinstimmung bringen, dass einige Reptilienarten den Besuchern möglicherweise intelligent genug erschienen, um sich zu künftigen Adressaten zu entwickeln, so dass sie motiviert waren, eine Botschaft zu hinterlassen.

    Wenn die Hypothese des Jurassic Contact richtig sein sollte, dann sind über 170 Millionen Jahre vergangen, die hinsichtlich der Erwartung, dass ausreichend intelligente Wesen heranreifen, mit denen man kommunizieren kann, als ertraglos einzustufen sind. Warum sollte man über einen so langen Zeitraum hinweg aktiv beobachten wollen? Abgesehen von der Summe irrelevanter Daten, die die Speicher füllen – eine Sonde, die über hunderte Millionen Jahre in Betrieb ist, bedarf der regelmäßigen Wartung und Reparatur, um funktionsfähig zu bleiben. Die dazu nötigen Instrumentarien müssen ihrerseits dauerhaft funktionsfähig sein, um ihre Aufgaben erfüllen zu können. Das erfordert redundante Ausstattungen mit wechselseitig aufeinander bezogenen Wartungssystemen, deren Umfang ein Vielfaches des reinen Materialbedarfs der Überwachungssonde ausmacht. Hinzu kommen Aufschluss, Veredlung und Verarbeitung von Rohstoffen zur Herstellung von eventuell benötigten Ersatzteilen, was weitere Zusatzmodule erfordert, die ihrerseits gewartet und gepflegt werden müssen …

    Es ergibt sich eine Kette von Voraussetzungen, die – je länger sie wird, den Aufwand maximiert, der für eine dauerhaft funktionsfähige Sonde, die der Überwachung der Erde dient, nötig ist. Mit wachsendem Aufwand schwindet jedoch die Plausibilität für den Einsatz von Überwachungssonden aus der Jura-Zeit, die eventuell heute noch aktiv und auffindbar sein könnten. Doch selbst wenn solche Sonden einst geparkt worden wären – wem könnten sie ihre Daten übermitteln?

    Die Idee, ein Mutterschiff würde am Rand des Sonnensystems als Überträger für die Sondensignale warten und diese in das Heimatsystem der Absender funken, ist absurd, da die Sonde ständig auf das Mutterschiff ausgerichtet sein müsste, um dorthin zu senden. Das hat zur Folge, dass das Mutterschiff ebenfalls seit über 170 Millionen Jahren im Sonnensystem stationiert ist und in ständigem Kontakt zum Heimatsystem steht. Anderenfalls würde das Szenario nicht funktionieren.

    Es ist fraglich, ob die Zivilisation im Heimatsystem von derart geringer Entwicklungsdynamik gekennzeichnet ist, dass sie so lange einen Kontakt via Funkbrücke aufrecht erhalten kann. Wenn ja, dann handelt es sich offenbar um eine stagnierende Zivilisation, die sich keine weiteren wissenschaftlich-technischen Fortschritte mehr leistet. Und Stagnation bedeutet langfristig Niedergang bis hin zum Untergang, so dass auch hier der Kontakt irgendwann unterbrochen wird.

    Mit einer über mehrere Hundert Millionen Jahre stabilen Funkbrücke zwischen Raumschiffen einer galaktischen Zivilisation und deren Heimatsystem ist folglich nicht zu rechnen. Die ausgesandten Raumschiffe, die interstellare Distanzen überwinden, sind vollkommen autonom und autark. Da sie zwischen den Sternen navigieren, kann der Kontakt zu hinterlassenen aktiven Überwachungssonden in besuchten Planetensystemen auf Dauer nicht aufrecht erhalten werden, so dass diese ebenfalls autark und autonom im Hinblick auf ihren laufenden Betrieb sein müssen.

    Die Überwachung eines möglicherweise „interessanten“ Planeten bleibt daher notwendigerweise auf eine reine Datensammlung beschränkt, die so lange abläuft, bis entweder die Speicher voll oder die Energieversorgungssysteme irreparabel verschlissen sind. Was dann? Werden die alten Daten gelöscht und neu überspielt? Dann gehen möglicherweise wertvolle Aufzeichnungen für immer verloren. Also doch konservieren und die Datensammlung stoppen? Dann muss die Sonde so deponiert werden, dass sie nicht noch nachträglich beschädigt wird, wenn sie inaktiv ist. Wie? Wo?

    Es ergeben sich also die gleichen Überlegungen, die oben angestellt wurden, um einen optimalen Deponierungsort festzulegen. Ob die Schlussfolgerung, der Saturnmond Enceladus berge am Grund der südpolaren Wasserblase eine Botschaft für später dort ankommende Adressaten, zutreffend ist oder nicht, lässt sich mit einer gezielten Suche nachprüfen.


    Mir ist bewusst, dass die Argumentation an einigen Stellen brüchig ist, aber ich denke, es könnte ein Ansatz sein, der gangbar ist. Was denkt Ihr darüber?

    Viele Grüße!

  2. #2

    Standard

    Hi,

    Zitat Zitat von Mahananda Beitrag anzeigen
    Was denkt Ihr darüber?
    Das "riecht" ein wenig nach "The Sentinel" von Arthur C. Clarke:

    http://www.epilog.de/buch/Clarke_Art...achtposten.htm

    Leseprobe für Linkphobiker:
    Im Jahre 1996 wird eine Mondexpedition ins Mare Crisium unternommen. Einer der Beteiligten, der Ich-Erzähler namens Wilson, entdeckt während der Zubereitung des Frühstücks ein metallisches Glitzern auf einem Felsgrat, das sich schließlich als pyramidenförmiges Objekt von unzweifelhaft außerirdischem Ursprung erweist. Es vergehen zwanzig Jahre, bis es den Menschen gelingt, die Pyramide zu knacken. Doch auch die Bruchstücke helfen den Wissenschaftlern bei der Enträtselung des Geheimnisses nicht weiter. Der Erzähler schließt mit der Spekulation, daß es sich um einen Wächter oder Wachtposten (»sentinel«) handelt, den intelligente Wesen auf dem Mond zurückließen, als sie vor vielen Millionen Jahren unser Sonnensystem besuchten und niemanden fanden, mit dem sie kommunizieren konnten. Nachdem der galaktische Feuermelder nun aktiviert wurde, dürfte es nicht mehr lange dauern, bis es zur ersten Begegnung zwischen Menschen und Außerirdischen kommt.
    Er ist davon ausgegangen, dass der Mond als Stützpunkt für einen intergalaktischen "Feuermelder" reicht.
    LEAM

  3. #3

    Standard

    Hallo LEAM,

    Das "riecht" ein wenig nach "The Sentinel" von Arthur C. Clarke.
    Na ja, entfernt schon, aber im Unterschied dazu ist die Botschaft hier inaktiv, so dass keinerlei Verständigung von Außerirdischen erfolgt. Es wäre ein reiner Datenspeicher, der mit Hilfe einer beigefügten Vorrichtung abrufbar ist.

    "The Sentinel" wurde übrigens von Arthur C. Clarke später zu 2001 - A Space-Odyssee" ausgearbeitet ...

    Viele Grüße!

  4. #4

    Standard

    Ich halte es für den Fall, dass ET tatsächlich bereits hier war, ebenfalls für mehr als nur wahrscheinlich, dass ET Spuren hinterlassen hat, die für intelligente Bewohner der Erde erst dann zugänglich sind, wenn diese Bewohner (zB wir) über funktionierende Raumfahrt und/oder Kommunikationsmittel verfügen.

    Mein heißer Kanddat, auf dem oder in dem eventuell hinterlassene Botschaften denkbar sein könnten, wäre Iapetus. (Daher auch mein Screenname). Und zwar weil Iapetus seit sehr langer Zeit optisch gewisse Anomalitäten aufweist (siehe Bild). Zu suchen wäre dann meines Erachtens im großen Krater und/oder im Äquatorgürtel, weil dies außerordentlich auffällige Eigenheiten auf Iapetus sind.

    Allerdings gebe ich auch zu bedenken, dass ET, falls es ihn gibt und falls er den Erdbewohnern Notizen hinterlassen haben sollte, diese möglicherweise außerhalb unseres Sonnensystems hinterlegt haben könnte. Mit der Idee, dass erst interstellare Raumfahrt vorhanden sein muss, bevor eine Kontaktaufnahme ermöglicht wird.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  5. #5

    Standard

    Hallo Iapetuswirt,

    Iapetus war auch der Kandidat für Arthur C. Clarke, wo der Monolith in "2001 - A Space Odyssee" für den Kontakt deponiert war (Das Sternentor). Hier ist eine Karte von diesem wirklich beeindruckenden Mond, der noch manche Rätsel birgt ...

    Und hier je ein Foto von der Vorderseite (dunkel) und der Rückseite (hell) des Mondes, wo sowohl der mysteriöse Äquatorwall wie auch die riesigen Einschlagbecken zu sehen sind. Faszinierend!

    Zur Illustration meines Artikels noch je ein Foto von der Südhalbkugel und der Nordhalbkugel von Enceladus. Man beachte die abrupten Übergänge zwischen kraterreichen und kraterarmen bis kraterlosen Regionen. Dies ist auch auf dieser Karte sehr schön zu erkennen, wobei allerdings die Polarregionen stark verzerrt wiedergegeben sind.

    Viele Grüße!

  6. #6

    Standard

    Hi,

    Zitat Zitat von Mahananda Beitrag anzeigen
    "The Sentinel" wurde übrigens von Arthur C. Clarke später zu 2001 - A Space-Odyssee" ausgearbeitet ...
    Ist mir bekannt. Als Jugendlicher habe ich die Mondlandungen und auch 2001 gesehen, von daher habe ich interessiert alles verfolgt, was mit Weltraum zu tun hatte. Und ich habe jede Menge SciFi vernascht, darunter auch "Der Wächter".
    Daher würde ich mich wirklich freuen, hier fremde Intelligenzen begrüssen zu dürfen.


    Zitat Zitat von Iapetuswirt Beitrag anzeigen
    Ich halte es für den Fall, dass ET tatsächlich bereits hier war, ebenfalls für mehr als nur wahrscheinlich, dass ET Spuren hinterlassen hat, die für intelligente Bewohner der Erde erst dann zugänglich sind, wenn diese Bewohner (zB wir) über funktionierende Raumfahrt und/oder Kommunikationsmittel verfügen.
    Aus meiner Sicht lässt sich über einen solchen Gedanken wenig streiten, aber über den Ort, da schon eher. Den Mond zu wählen hat sicherlich etwas mit den damaligen Möglichkeiten zu tun. Er war ja das nächst liegende Ziel.

    Eure Varianten erfordern doch eher eine mehr fortgeschrittene Technik. Somit könnte ET ein wenig wählen, in welchem Zustand eine Zivilisation Kontakt aufnimmt.




    Zitat Zitat von Mahananda Beitrag anzeigen
    Und hier je ein Foto von der Vorderseite (dunkel) und der Rückseite (hell) des Mondes, wo sowohl der mysteriöse Äquatorwall wie auch die riesigen Einschlagbecken zu sehen sind. Faszinierend!
    Danke für die Links, spannend. Echt!

    LEAM

  7. #7

    Standard

    Hui. Hi Mahananda.

    Interessant. Ich gestehe. Habe die hälfte nicht verstanden und X-Begriffe bei Wiki nachgeschlagen.

    Ich kann mir aber persönlich nicht vorstellen das ETs so einen "Aufwand" betreiben würden um uns "Informationen" hier zu lassen damit wir diese finden, irgendwann.

    Falls doch, würde ich trotzdem unseren Mond als am wahrscheinlichsten ansehen. Auch wenn Sie evtl. nicht bedacht haben das die Informationen "schneller" futsch sind als woanders.

  8. #8

    Standard Botschaft.

    Zitat Zitat von Mahananda Beitrag anzeigen

    Mir ist bewusst, dass die Argumentation an einigen Stellen brüchig ist, aber ich denke, es könnte ein Ansatz sein, der gangbar ist. Was denkt Ihr darüber?

    Viele Grüße!
    Hallo Mahandana,

    sehr interessanter Beitrag.
    Meine Frage an Dich, welche Form von "Medium" sollte man sich vorstellen, wie eine solche Botschaft hinterlegt sein dürfte?
    ICH denke, Du gehst hier nicht irgendwie von Schriftzeichen auf Papier gekritzelt, oder in Stein gemeißelt aus. Wenn eine Ausseridische Zivilisation, vor kaum vorstellbarer Zeit eine Botschaft z.B. für (uns) hinterläßt, wäre es wohl denkbar, dass eine Form eines Mediums benutzt wurde, dass für uns nur sehr schwer benutzbar/verständlich wäre, mal vollkommen von der Sprache abgesehen. Evtl. auch auf telepathischem Sektor?
    Was denkst Du darüber?

    Max.

  9. #9

    Standard

    Zitat Zitat von Mad Max Beitrag anzeigen
    ...
    Meine Frage an Dich, welche Form von "Medium" sollte man sich vorstellen, wie eine solche Botschaft hinterlegt sein dürfte?
    FALLS so etwas von bisher rein hypothetischen ETs hinterlassen worden wäre, dann würden wir im Falle wir es fänden, wissen, dass es "etwas" ist. Persönlich könnte ich mir dabei rein hypothetisch vorstellen, dass ein radioaktiv strahlendes Objekt an markantem Ort vergraben sein könnte, wobei ich mit markantem Ort zB an einen Punkt denke, der sich durch die jeweilige Topographie ergeben sollte.


    Evtl. auch auf telepathischem Sektor?
    Nein. Es gibt keine Telepathie.
    (Falls sich jemand bemüßigt fühlt, jetzt über Telepathie diskutieren zu müssen: dazu gibt es ein eigenes Thema => http://www.ausserirdische.de/showthread.php?t=1287 )

  10. #10

    Standard

    Hallo Mad Max,

    ... welche Form von "Medium" sollte man sich vorstellen, wie eine solche Botschaft hinterlegt sein dürfte?
    Ich stelle mir so eine Art DVD-Sammlung nebst Abspielgerät vor, das im Prinzip nur ein- oder ausgeschaltet werden kann. Die Energieversorgung könnte z.B. über Photozellen gewährleistet werden, die sich aktivieren, nachdem das Gerät geborgen und von den Schutzhüllen befreit wurde, so dass Licht einströmen kann. Natürlich setzt das voraus, dass hierbei Materialien verwendet werden, die unbegrenztes Funktionieren gewährleisten.

    ... mal vollkommen von der Sprache abgesehen ...
    Die Sprache wird uns aller Voraussicht nach unverständlich bleiben, weil nicht sicher ist, ob die Absender überhaupt auf akustischem Wege kommunizieren. Daher denke ich, dass Bilder und Filme das Mittel der Wahl sind, um etwas Relevantes an potentielle Empfänger mitzuteilen.

    Evtl. auch auf telepathischem Sektor?
    Das geht nicht, weil a) die Absender sehr weit weg oder überhaupt nicht mehr da sind, so dass die Entfernung wegen der endlichen Größe der Lichtgeschwindigkeit nicht in Echtzeit überbrückt werden kann und b) weil - gesetzt den Fall, es wäre möglich, Gehirnströme so zu manipulieren, dass sie subjektiv als Informationsübertragung empfunden werden - unsere Gehirne das Resultat einer nicht vorherbestimmbaren Evolution sind, so dass die Absender gar nicht hätten wissen können, was sie auf welche Weise manipulieren müssten. Telepathie ist nichts weiter als ein modernes Märchen, so dass wir das hier nicht vertiefen müssen.

    Viele Grüße!

  11. #11

    Standard

    Hallo CC,

    Falls doch, würde ich trotzdem unseren Mond als am wahrscheinlichsten ansehen. Auch wenn Sie evtl. nicht bedacht haben das die Informationen "schneller" futsch sind als woanders.
    Das wäre dann aber reichlich dumm, findest Du nicht?

    Viele Grüße!

  12. #12

    Standard

    Was w#re denn überhaupt einigermaßen sinnvoll?
    Technisches? Nun, ich denke mal, dass selbst bei einer extrem fortgeschrittenen Zivilisation technische Fehler bzw Ausfälle niemals ausgeschlossen sind. Angesichts der einzuplanenden sehr langen Verweilzeiten würde ich technische Geräte prinzipiell ausschließen.
    Es muss etwas sen, dessen Informationsgehalt über mindestens Jahrhunderttausende gesichert ist. Hier kommen meines Erachtens eher simple Strukturen infrage. Denkbar etwa Steingebilde oder Gebilde aus reaktionsträgen Materialien wie etwa Gold. Diese Gebilde müssten in sich die Information tragen, etwa durch Formgebung, sowie die "Fackel", um gefunden zu werden, etwa durch radioaktive "Impfung".

  13. #13

    Standard

    Ich frage mich auch, ob weiter entwickelte außerirdische Zivilisationen überhaupt ein Interesse daran hätten, uns irgendwelche Nachrichten oder Informationen zu hinterlassen. Wir gehen immer von der menschlichen " Denke " aus. Die ist aber nicht zwangsläufig " universell " anwendbar. Es könnten völlig andere Wertigkeiten für andere Zivilisationen gelten oder eben überhaupt keine, im menschlichen Sinne.

    Ich könnte mir die Weitergabe von Informationen eher in Form von reisenden Nanosonden vorstellen, welche Signale in Form von Lichtwellen aussenden. Eine " Sprache " die meiner Meinung nach universell anwendbar ist und von allen Lebensformen verstanden werden müsste.

    Anhand der ständigen Ausdehnung unseres Universums ist ein fester Standort meiner Meinung nach, nicht sinnvoll. Sonden, die in der Lage sind völlig autark zu agieren und sich auf veränderte Situationen einstellen können, halte ich einfach für geeigneter. Das setzt natürlich eine sehr weit entwickelte Technik voraus. Aber wir spekulieren ja nur.

    Mahananda, deine Überlegungen sind sehr logisch und wie ich finde sie gut nachvollziehbar. Ich bin nur kein Anhänger der " festen Standort Theorie ".

  14. #14

    Standard

    Um auf den Standpunkt einer möglichen Botschaft der Et´s zu kommen sollte man sich eher fragen "Wie weit waren die ET´s mit ihrer Technologie?"

    Nanosonden, radioaktives "Leuchten", der Mond, Iapetus u.s.w. sind Standorte die nur dann als unzureichend gelten wenn die ET´s nicht wissen wie man z.B. künstliche Intelligenz erschafft.
    Gäbe es ein Apparat dass auf A.I. basiert wäre der Standort eigentlich...egal!
    Es könnte sich anpassen , neuen Standort suchen, sich neue in den Orbit bringen, sich wieder ausgraben falls zugeschüttet, unsere Technische Erfolge beobachten und den richtigen Zeitpunkt wählen u.s.w.
    Dabei spielt die Energiezufuhr eine, meiner Meinung nach, größere Rolle.
    Wie hält man so ein Apparat über Millionen von Jahren funktionstüchtig?

  15. #15

    Standard

    Gar nicht. Deshalb erwähnte ich bereits, dass technische Apparate meines Erachtens sehr unwahrscheinlich wären.

  16. #16

    Standard

    Hallo Iapetuswirt,

    die Haltbarkeit technischer Geräte ist natürlich eine große Hürde, aber ich denke, dass - wenn man die Geräte hinreichend belastbar verpackt und die Geräte selbst keinen zu großen Grad an Kompliziertheit aufweisen, sondern ihre Robustheit durch simple Strukturen erhalten, die wenig verschleiß- und störanfällig sind - eine Chance besteht, sie über sehr lange Zeiträume hinweg zu konservieren. Wenn es jedoch nur darum geht, mal "Hallo!" zu sagen, reichen freilich simple Edelmetallskulpturen aus, deren Standort auffällig markiert wird, um nicht übersehen zu werden.

    Viele Grüße!

  17. #17

    Standard

    Hallo Trixi Slot,

    Wir gehen immer von der menschlichen " Denke " aus. Die ist aber nicht zwangsläufig " universell " anwendbar. Es könnten völlig andere Wertigkeiten für andere Zivilisationen gelten oder eben überhaupt keine, im menschlichen Sinne.
    natürlich ist jede Überlegung zu Außerirdischen stets auch eine anthropozentrische. Wir versuchen uns in die Lage der anderen zu versetzen und überlegen, was wir an deren Stelle tun würden. Dabei setzen wir voraus, dass unsere Motivationen plausibel genug sind, um generell übertragbar zu sein. Dabei besteht immer die Gefahr, dass man damit gründlich daneben liegt. Dieses Risiko sollte man immer im Hinterkopf behalten, da man sich ansonsten leicht in fixe Ideen verrennen kann, die sich verselbstständigen.

    Wir reden hier grundsätzlich nur über rein hypothetische Annahmen, da jeglicher zwingende Hinweis fehlt, dass meine oder andere Überlegungen ihre Entsprechung in der Realität haben. Dennoch kann es ganz unterhaltsam und vielleicht auch lehrreich sein, über dieses Thema zu spekulieren, so lange man sich nicht dazu verleiten lässt, frei ins Blaue drauflos zu phantasieren.

    Ich denke, dass das gelingen kann, wenn man die Bodenhaftung zu den Fakten nicht verliert. Spekulationen auf wissenschaftlichem Fundament sind Versuche, Grenzen auszuloten, indem man das Für und Wider gegeneinander abwägt, nicht aber, um Behauptungen aufzustellen, die durch keinerlei Fakten gedeckt sind.

    Eine " Sprache " die meiner Meinung nach universell anwendbar ist und von allen Lebensformen verstanden werden müsste.
    Mit Lichtsignalen kann man z.B. Primzahlen darstellen oder auch Punktraster, die sich zu groben Bildern zusammenstellen lassen (siehe dazu das Beispiel der Arecibo-Botschaft), aber das würde entweder nur bedeuten, dass den Absendern die Primzahlen bekannt sind (was für uns keinen nennenswerten Informationszuwachs brächte) oder dass sie Bilder schicken, deren Bedeutungsgehalt alles andere als eindeutig entschlüsselbar ist. Wenn Du magst, kannst Du ja mal versuchen, ohne Hintergrundwissen die Arecibo-Botschaft zu entschlüsseln ...

    Ich denke, eine universell verständliche Sprache, mit der man Abstrakta austauschen kann, wird es nicht geben. Bildliche Darstellungen ermöglichen einen Einblick in fremde Kulturen, der notgedrungen nur flüchtiger Natur sein kann. Sieh Dir beispielsweise eine Reportage über ein fremdes Land an und stelle den Ton aus. Wenn die schriftlichen Begleittexte im Vorspann und Abspann zudem noch in einer unbekannten Schriftsprache erscheinen, wirst Du Dir zwar ein Bild z.B. über Laos machen können, aber ob das, was Du über die Kultur dieses Landes verstanden hast, annähernd deckungsgleich ist mit dem, was tatsächlich über die Sprache mitgeteilt wurde, möchte ich stark bezweifeln.

    Sonden, die in der Lage sind völlig autark zu agieren und sich auf veränderte Situationen einstellen können, halte ich einfach für geeigneter.
    Dann ergeben sich aber die Einwände, die Iapetuswirt benannt hat und die sich im Schlussteil meines Beitrages ebenfalls befinden: So eine Technik muss eben auch hinreichend lange fehlerfrei funktionieren!

    Ich bin nur kein Anhänger der " festen Standort Theorie ".
    Kein Problem!

    Viele Grüße!

  18. #18

    Standard

    Ich persönlich könnte mir auch gut vorstellen (wie Iapetuswirt schon andeutete) das hier mit Edelmetallen wie Gold gearbeitet wurde.
    Ich meine, wie haben wir es mit Voyager gemacht? Zwei goldene Schallplatten mit diversen Dingen eingestanzt, die etwas über die Menschheit aussagen. Ob andere mögliche Zivilisationen nachher überhaupt was mit den "Audiofiles" darauf anfangen können sei mal dahingestellt (ich spinn jetzt hier rum, aber ohne Ohren kann man schlecht hören). Ebenso wenn dem so sein sollte das vielleicht irgendwo existierende ET´s auf die selbe bzw eine ähnliche Idee kommen sollten, kann man natürlich nur spekulieren das wir gegebenenfalls Audio oder visuelle Teile darauf verstehen (wobei ich der Meinung bin dass solche "Zeichnungen" wie auf den goldenen Schallplatten von so ziemlich jedem verstanden werden sollten, wenn natürlich Augen vorhanden sind )

    Ansonsten ein sehr toller Beitrag @Mahananda


    Edit: bei der mobilen Variante hat man denke ich einfach auch das Problem mit den verschiedenen Gravitationen der Planeten und Sternen. Ich vermute die Voyager(s) werden irgendwann eher auf einem fremden Planeten zerschellen und in ein paar Jahrhunderten wenn wir die interplantare Reisen gemeistert haben sollten von der Menschheit selber wiederentdeckt
    Geändert von Kronosaf (13.02.2013 um 14:27 Uhr) Grund: Die Edith wollte noch was sagen

  19. #19

    Standard

    Zitat Zitat von Mahananda Beitrag anzeigen
    Hallo CC,



    Das wäre dann aber reichlich dumm, findest Du nicht?

    Viele Grüße!
    Durchaus ja. "Aber auch ETs machen Fehler"

  20. #20

    Standard

    Hallo CC,

    auch ETs machen Fehler
    Sicher. Aber es wäre reichlich dumm, SO einen Fehler zu begehen, wenn man Zeit genug hat, um sorgfältig zu sein.

    Viele Grüße!

  21. #21

    Standard kleiner Abstecher

    Zitat Zitat von Kronosaf Beitrag anzeigen
    ............Ob andere mögliche Zivilisationen nachher überhaupt was mit den "Audiofiles" darauf anfangen können sei mal dahingestellt (ich spinn jetzt hier rum, aber ohne Ohren kann man schlecht hören).............
    Das kann man auf jeden Fall so sehen, aber es geht in erster Linie um einen Datenträger und die Erkenntnis eines Finders, dass dort etwas gespeichert ist.
    Nehmen wir mal an, dass die Finder keine Ohren haben wie wir, so werden Sie dennoch den gleichen physikalischen Bedingungen unterworfen sein (das nehme ich auch einfach mal an) wie wir.
    Was ich damit sagen will ist, dass Wesen, die akustische Signale anders oder garnicht aufnehmen können, trotzdem die gespeicherten Audiofiles genauso warnehmen würden, wie es gedacht ist - nämlich so, wie sie Audioreize auch in ihrer natürlichen Umgebung warnehmen - anders oder garnicht.
    Sie würden einen für ihre Verhältnisse richtigen Eindruck von uns erhalten.
    Ob sie nun Musik o.ä. so warnehmen oder verstehen wie wir, ist eine andere Frage.

    Passt scho :-)

    Konnte man mir folgen ? :-)

  22. #22

    Standard

    Hallo Norrin Radd,

    Konnte man mir folgen ?
    Nicht so richtig ...

    Ich deute es mal so:

    ... es geht in erster Linie um einen Datenträger und die Erkenntnis eines Finders, dass dort etwas gespeichert ist.
    Mit anderen Worten: Das Ding ist künstlich und da ist noch etwas drauf (oder drin), was noch mehr über das Ding Auskunft gibt.

    Was ich damit sagen will ist, dass Wesen, die akustische Signale anders oder garnicht aufnehmen können, trotzdem die gespeicherten Audiofiles genauso warnehmen würden, wie es gedacht ist - nämlich so, wie sie Audioreize auch in ihrer natürlichen Umgebung warnehmen - anders oder garnicht.
    Mit anderen Worten: Entweder sie kriegen es gebacken, wie man an die Daten rankommt, oder eben nicht. Wenn nicht, dann haben sie es nicht besser verdient - gewogen und für zu leicht befunden! - wenn doch, dann um so besser. Mit der fett hervorgehobenen Stelle habe ich allerdings immer noch meine Verständnisprobleme ...

    Sie würden einen für ihre Verhältnisse richtigen Eindruck von uns erhalten.
    Mit anderen Worten: Das was sie verstehen, entspricht ihrem Auffassungsvermögen. Was für sie richtig ist, muss für uns allerdings nicht ebenfalls richtig sein - sie könnten uns auch komplett missverstehen.

    Liege ich in etwa richtig?

    Viele Grüße!

  23. #23

    Standard

    Ich denke, dass intelligente Lebewesen, welche die Fähigkeit besitzen interstellare Raumfahrt gefahrlos zu betreiben, auf einem entsprechenden Entwicklungsstand sind, der eine Energiegewinnung und Nutzung in mir unvorstellbarer Art und Weise ermöglicht.

    Ich denke, Sie würden in der Lage sein, eine Nachricht zu deponieren, die sich bei Erreichen einer entsprechenden Entwicklungsstufe automatisch aktiviert, durch das Vorhandensein von bestimmten technischen Gegebenheiten, als Folge der Entwicklung.

    Bei diesem natürlich rein fiktivem Hintergrund erwarte ich persönlich kein Auffinden von irgendwelchen „primitiven“ Artefakten oder bildlichen Hinweisen auf etwaigen Himmelkörpern.

    Außer diese Lebewesen hätten Interesse daran mitzuteilen, „es gab uns, so sehen wir aus, von da sind wir gekommen“, Ende.
    In Anbetracht der immensen Zeiträume wäre alles Andere wenig sinnvoll.

    Nehme ich nur einen Zeitraum von z.B. 100.000.000 Jahren, dann kann ich mir nicht im entferntesten vorstellen, wie weit diese Lebewesen sich in diesem Zeitraum weiter entwickelt haben könnten und/oder ob Sie überhaupt noch existieren.

    Es kann aber auch sein, dass wir Menschen die Ersten sind. Diese Möglichkeit ist nach wie vor nicht auszuschließen und dass wir aus diesem Grund nichts finden.

  24. #24

    Standard I try it again

    Ich versuche nochmal zu erklären, was ich meine und zwar anhand eines anderen Beispiels.
    Woher wissen wir, dass alle Menschen Farben gleich wahrnehmen?
    Garnicht !
    Was für mich „rot“ ist, könnte theoretisch für jemand andern das sein, was für mich „blau“ ist.
    Aber da, das jeder als „rot“ bezeichnet, ist das egal und normal.
    Ich sehe dann „rot“ wie ein anderer „blau“.
    Vielleicht „grün“ wie ein anderer „gelb“.
    Das könnte eventuell möglich sein.

    Und so könnte das auch mit Wesen sein, die akustische Geräusche anders wahrnehmen als wir. Was für uns ein Song von Rihanna ist, ist für Aliens vielleicht sowas wie Rauschen.
    ABER, da es für diese Aliens normal ist, so zu hören……………spielt es keine Rolle, ob sie das so hören wie wir oder nicht. Die Botschaft käme akustisch genau so an, wie sie ankommen soll. Ob das inhaltlich verstanden würde, das wäre eine andere Frage. Da kommts drauf an, wie intelligent die sind oder wie clever das von uns da formuliert wurde.

    Ich gebe zu, es ist eventuell unnötig kompliziert, aber ich wollts mal anbringen.

    Abgesehen davon denke ich, dass es für eine entsprechende Zivilisation ein Leichtes wäre, Daten aller Art sichtbar / hörbar / evaluierbar zu machen. Egal welches Medium angesprochen wird.

  25. #25

    Standard

    Zitat Zitat von Mahananda Beitrag anzeigen


    Mit Lichtsignalen kann man z.B. Primzahlen darstellen oder auch Punktraster, die sich zu groben Bildern zusammenstellen lassen (siehe dazu das Beispiel der Arecibo-Botschaft), aber das würde entweder nur bedeuten, dass den Absendern die Primzahlen bekannt sind (was für uns keinen nennenswerten Informationszuwachs brächte) oder dass sie Bilder schicken, deren Bedeutungsgehalt alles andere als eindeutig entschlüsselbar ist. Wenn Du magst, kannst Du ja mal versuchen, ohne Hintergrundwissen die Arecibo-Botschaft zu entschlüsseln ...
    An der Arecibo-Botschaft würde nicht nur ich scheitern......schätze ich mal.

    Wenn sie uns mitteilen könnten das sie Primzahlen kennen, finde ich schon das dies ein wichtiger Informationszuwachs sein würde. Es setzt vorraus, das sie uns zumindest ähnlich sind und die gleiche mathematische Sprache sprechen. Ist doch ein guter Anfang. Mehr würde ich erst einmal auch nicht erwarten...die richtig interessanten Details dann später.

    Grüße von Trixi

  26. #26

    Standard

    Hallo Alexis,

    Ich denke, Sie würden in der Lage sein, eine Nachricht zu deponieren, die sich bei Erreichen einer entsprechenden Entwicklungsstufe automatisch aktiviert, durch das Vorhandensein von bestimmten technischen Gegebenheiten, als Folge der Entwicklung.
    In meinem Szenario wäre das die Entfernung der Schutzschicht nach der Bergung des Datenspeichers. Das Auffinden und Bergen wäre erst nach dem Erreichen eines bestimmten technologischen Entwicklungsstands möglich. Ohne Bergung würde die Botschaft über das Ende der Sonne hinaus am Grund der Wasserblase verbleiben, bis sie letztlich für andere unerreichbar dort einfriert, weil der radioaktive Zerfall zum Erliegen kommt.

    Nehme ich nur einen Zeitraum von z.B. 100.000.000 Jahren, dann kann ich mir nicht im entferntesten vorstellen, wie weit diese Lebewesen sich in diesem Zeitraum weiter entwickelt haben könnten und/oder ob Sie überhaupt noch existieren.
    Ich auch nicht. Es macht auch keinen Sinn, darüber zu spekulieren, weil uns solche Zeithorizonte in Bezug auf soziale und kulturelle Entwicklungen schlicht überfordern. Zwischen Superzivilisation, die sich aufs intergalaktische Reisen verlegt hat bis hin zu Degeneration in Mystizismus oder virtueller Realität oder gar Aussterben durch Krieg oder Naturkatastrophen kosmischen Ausmaßes ist alles möglich.

    Außer diese Lebewesen hätten Interesse daran mitzuteilen, „es gab uns, so sehen wir aus, von da sind wir gekommen“, Ende.
    In Anbetracht der immensen Zeiträume wäre alles Andere wenig sinnvoll.
    Das sehe ich auch so. Die Botschaft könnte z.B. Mitteilungen über die Beschaffenheit der Erde während des Aufenthalts der Besucher enthalten - inklusive Tierwelt, Pflanzenwelt, Land-Meer-Verteilung usw. - sowie natürlich eine Art Dokumentation der Aktivitäten der Besucher. Angaben zum Herkunftsort wären wahrscheinlich wenig sinnvoll wegen der Eigenbewegungen der Sterne in der Galaxis.

    Es kann aber auch sein, dass wir Menschen die Ersten sind.
    Auch diese Möglichkeit ist nicht auszuschließen. Dann würden wir vergebens suchen, was zwar schade, aber nicht umsonst wäre, denn dann stehen uns alle Möglichkeiten offen, unsererseits zu einer galaktischen Zivilisation zu werden, die Botschaften dort hinterlässt, wo eine gewisse Hoffnung besteht, dass sie auch gefunden und verstanden wird ...

    Viele Grüße!
    Geändert von Mahananda (14.02.2013 um 19:44 Uhr)

  27. #27

    Standard

    Hallo Trixi Slot,

    nun ja, eine Primzahlsequenz würde uns signalisieren, dass das empfangene Signal künstlichen Ursprungs ist. Das ist für sich genommen schon ein Erkenntniszuwachs, aber "nennenswert" in dem Sinne, dass wir über die Absender etwas Spezifisches erfahren - außer, dass sie dieselben Primzahlen kennen, die wir auch schon kennen - ist es nicht. Inwieweit ihre mathematischen Erkenntnisse fortgeschritten sind, lässt sich daraus allein nicht ableiten. Über sonstige wissenschaftliche Erkenntnisstände würden wir dann auch nichts erfahren. Die "interessanten Details", die Du ansprichst, bedürfen wiederum einer Art Übereinkunft der sprachlichen Symbole, um verständlich zu werden. Hier sehe ich eine prinzipielle Hürde, die allein auf der Basis von Funk- oder Laserkontakt wohl nicht überschritten werden kann. Dazu müsste man einen materiellen Kontakt aufbauen, wie z.B. über Datensonden, die den Übersetzungsschlüssel mitliefern - angesichts interstellarer Distanzen ist das jedoch ein äußerst zeitaufwändiges Verfahren ...

    Viele Grüße!

  28. #28

    Standard

    Hallo Norrin Radd,

    wenn die Finder der Voyager-Sonden die beigefügten Abbildungen richtig deuten, werden sie in der Lage sein, die Schallplatten abzuspielen. Ob sie dann die Schallwellen auch hören können, entscheidet sich am Vorhandensein - und wenn ja - an der Beschaffenheit der Hörorgane und der Hörwahrnehmung. Es ist anzunehmen, dass deren Hörsinn auf andere Frequenzen optimiert ist als unser Hörsinn, so dass die "Geräusche der Erde" u.U. stark verzerrt oder überhaupt nicht wahrgenommen werden. Von einem angemessenen Verständnis dieser Tonaufzeichnungen gehe ich persönlich nicht aus, da jegliches Kontextwissen fehlt. Vielleicht wird versucht, irgendwelche tiefere Bedeutungen daraus zu entnehmen, wie z.B. Anleitungen zum Bau einer Kontaktmaschine (wie in Sagans Roman "Contact"), aber das hätte mit den Intentionen der Absender - in diesem Falle uns - nichts zu tun.

    Viele Grüße!

  29. #29

    Standard

    Zitat Zitat von Mahananda Beitrag anzeigen
    Hallo CC,



    Sicher. Aber es wäre reichlich dumm, SO einen Fehler zu begehen, wenn man Zeit genug hat, um sorgfältig zu sein.

    Viele Grüße!
    Ja. Aber auch wenn man "sorgfältig" plant kann immer was dazwischen kommen... muss ja kein "Fehler" sein.. man kann wg. irgendwelchen Umständen auch "besser hier als gar nicht" das ganze ansehen... aber ich stimme zu wenn man wirklich ohne Probleme/Zwischenfälle das "so machen kann wie es sollte" würde man wohl den Mond ausschließen.

    Trotzdem fällt es mir sehr schwer vorzustellen das ETs eine "Botschaft/Hinweis" hinterlassen würden - die wir zu gegebener Zeit finden sollen/können. Immerhin besteht u. a. ja ein Risiko das wir sie nicht finden oder sie nicht finden können weil Sie "nicht mehr funktioniert/nicht mehr da ist". Wieso also nicht zu gegebener Zeit dann direkt besuchen oder dann eine Botschaft "schicken". Auch 2 Möglichkeiten.

  30. #30

    Standard

    Zitat Zitat von CANNIBAL CORPSE Beitrag anzeigen
    ...... Wieso also nicht zu gegebener Zeit dann direkt besuchen ...........
    Wenn diese Lebensformen in Jahrmillionen ziemlich viele mögliche Orte der Lebensentwicklung besucht hätten, dann wäre es meiner Ansicht nach weniger aufwendig, auf eine Reaktion Anderer zu warten, als auf’s Blaue hinaus mal eben überall nachzusehen.

Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. LHC / CERN eine Alien Contact Maschine ?
    By Pando in forum SETIforum - Methoden & Ergebnisse
    Antworten: 11
    Letzter Beitrag: 18.05.2012, 21:03

Forumregeln

  • Es ist dir nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
  • Es ist dir nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
  • Es ist dir nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
  • Es ist dir nicht erlaubt, deine Beiträge zu bearbeiten.
  •