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Thema: Jurassic Contact?

  1. #31

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    Zitat Zitat von Alexis Beitrag anzeigen
    Wenn diese Lebensformen in Jahrmillionen ziemlich viele mögliche Orte der Lebensentwicklung besucht hätten, dann wäre es meiner Ansicht nach weniger aufwendig, auf eine Reaktion Anderer zu warten, als auf’s Blaue hinaus mal eben überall nachzusehen.
    Wenn Sie aber, wie oben mal beschrieben, "schätzen" können wann wir soweit sind ist das doch drin. Sollen mal net so Faul sein die ETs. Zudem auch wie erwähnt, besteht ja sonst ein Risiko das wir Ihre Botschaft gar nicht finden... das wäre ja furchtbar! - die ganze Mühe umsonst -

  2. #32

    Standard

    Zitat Zitat von Alexis Beitrag anzeigen
    Wenn diese Lebensformen in Jahrmillionen ziemlich viele mögliche Orte der Lebensentwicklung besucht hätten, dann wäre es meiner Ansicht nach weniger aufwendig, auf eine Reaktion Anderer zu warten, als auf’s Blaue hinaus mal eben überall nachzusehen.

    Naja, wenn ein ähnlicher Forscherdrang besteht wie bei uns dann könnte das schon sein das sie mal "auf´s Blaue hinaus" nachsehen. Solange keine (intelligente) ausserirdische Lebensformen gefunden werden bzw. nachgewiesen werden, müssen wir "leider" immer von uns ausgehen, wie würden wir es machen. Jegliche andere Spekulationen sind sogar noch größerer Schwachsinn als diese Variante. Wir haben nun mal nichts mit dem wir sonst vergleichen können.

    Wir untersuchen doch auch immer wieder Stellen die schon "erforscht wurden". Schauen doch auch immer wieder an bestimmten Orten nach, wie hat sich Flora/Fauna entwickelt. Deswegen ist es meiner Meinung nach die einzige sinnvolle Überlegung hier, sich einfach an uns ein Beispiel zu nehmen.

    Um jetzt natürlich gleich das komplette Gegenteil vom eben geschriebenen von mir zu geben, was ist wenn mögliche E.T.s eine wesentlich längere Lebenspanne haben als wir? Wenn man 1000 Jahre leben kann ist die Zeitspanne von 100 Millionen Jahren nicht mehr ganz so riesig und unvorstellbar...anderseits könnte ich mir auch gut denken dass sich ein Körper über mehrere Millionen Jahre in der Raumfahrt oder Kolonisierungsgeschichte auch vielleicht etwas weiter-/zurückentwickelt (je nach den gegebenen äusserlichen Umständen wie Gravitation etc.). Möglicherweise haben diese überhaupt keine Ähnlichkeit mehr mit den eigentlich Vorfahren? Ok, geht schon wieder fast ins OT ;-)

  3. #33

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    Hallo CC und Kronosaf,

    Wenn Sie aber, wie oben mal beschrieben, "schätzen" können wann wir soweit sind ist das doch drin.
    Wenn sie dann immer noch reisen sollten - ja, durchaus! Allerdings dauert es seine Zeit, die mehrere Hundert Milliarden Sterne der Galaxis zu bereisen. In dieser Zeit kann viel passieren, was einen erneuten Besuch unmöglich macht.

    Eine Umrundung der Galaxis im Korotationsbereich der Spiralarme (der Bereich, wo die Sterne eines Spiralarms mit der gleichen Geschwindigkeit um das Zentrum rotieren wie die Dichtewellen der Spiralarme - die Sonne befindet sich übrigens in diesem Bereich!) entspricht einer Strecke von etwa 100.000 Lichtjahren. Bei einer durchschnittlichen Reisegeschwindigkeit von 10 Prozent Lichtgeschwindigkeit ergibt sich für einen erneuten Besuch der Sonne ein Zeitraum von etwa 1 Million Jahren.

    Angenommen, sie schauen tatsächlich jedesmal bei uns vorbei, wenn sie gerade wieder in der Nähe sind, dann besteht eine große Chance, dass sie unsere Hochtechnologie-Ära verpassen. Im ungünstigen Fall wären sie vor etwa 500.000 Jahren hier gewesen (vor dem Neandertaler) und würden erst in 500.000 Jahren wiederkommen - was wird bis dahin aus uns geworden sein? Aufstieg oder Verfall?

    Es kann durchaus sein, dass wir unter Beobachtung stehen, aber eine permanente Überwachung dürfte aus rein ökonomischen Gründen ausgeschlossen sein. In diesem Falle würden wir davon bereits etwas mitbekommen haben, weil die Überwachungsgeräte in der Lage sein müssten, sich selbst zu warten, um ihre Funktionstüchtigkeit zu sichern (Von-Neumann-Sonden). Und diese Wartungstätigkeit schließt Materialgewinnung und -verarbeitung ein, was wiederum mit einem bestimmten Energieumsatz verbunden ist, der von uns bemerkt worden wäre, wenn er sich im erdnahen Raum ereignet. Daher gehe ich nicht davon aus, dass sich im Sonnensystem aktive Sonden befinden.

    Effizienter - wenn ein Mitteilungsbedürfnis besteht - sind da passive Sonden, die die nötigen Informationen in abrufbarer Form enthalten. Dann kann man eher mit dem Risiko leben, dass die damit verbundene Mühe umsonst gewesen ist, wenn die Botschaft unentdeckt bleibt.

    Viele Grüße!

  4. #34

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    Zitat Zitat von Mahananda Beitrag anzeigen
    ...
    Es kann durchaus sein, dass wir unter Beobachtung stehen ...
    Eher nicht.
    Überlegen wir doch mal, was etwaige Signale oder Hinterlassenschaften bedeuteten.

    1. Signal per elektromagnetischer Welle. (ähnlich wie in Carl Sagans Roman "Contact")
    Solch ein Signal käme mit Lichtgeschwindigkeit bei uns an. Wenn es von einem System, das "nur" ein paar dutzend oder hundert Lichtjahre entfernt ist, käme, wäre das perfekt. Denn dann könnten wir erstens antworten und zweitens davon ausgehen, dass der Absender noch existiert, da das Signal erst vor sehr kurzer Zeit ausgesandt wurde.

    2. Sonde fliegt in unser Sonnensystem ein (ähnlich wie in Arthur C. Clarkes Roman "Rendevouz with Rama")
    Solch eine Sonde hätte eine Reise hinter sich, die mindestens Jahrzehntausende, wenn nicht gar Jahrhunderttausende gedauert hat. Die Zivilisation, die solch eine Sonde ausgesandt hätte, wäre mittlerweile erloschen. Denn würde sie noch existieren, würden wir längst elektromagnetische Signale von denen empfangen haben oder sie wären längst bei uns zu Besuch, weil sich deren Technik in den seit Sondenstart vergangenen Zeitaltern extrem verbessert hätte. Solch ein "Sondenfund" wäre also eher eine traurige Sache.

    3. Artefaktfund (ähnlich wie in "2001 - A Space Odyssey")
    Hier wäre das Alter des Artefaktes relevant. Ist es wenige Jahrzehnte oder Jahrhunderte alt, gilt unter einer ganz bestimmten Voraussetzung dafür das, was auch für ein Signal via elektromagnetischer Welle gilt. Die Zivilisation, die das frische Artefakt hinterlassen hat, ist vielleicht noch existent und eine Kontaktaufnahme wäre eventuell möglich. Aber!
    Hierbei wäre die Voraussetzung, dass die Reisenden, die das Artefakt hinterlassen haben, mit Überlichtgeschwindigkeit gereist sind, was aber leider nach unserem aktuellen Wissensstand nicht möglich ist. Sind die Reisenden jedoch mit maximal fast LG gereist, wären außerhalb deren Bezugssystems seit ihrem Start Jahrzehntausende vergangen. Womit wieder das gilt, was auch für die Sonde gilt.
    Ist das Artefakt jedoch Jahrtausende alt, gilt ohnehin das, was auch für die Sonde gilt: die Zivilisation, die das Artefakt hinterlassen hat, ist nicht mehr existent.

  5. #35

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    Hallo Iapetuswirt,

    mit "Beobachtung" bezog ich mich auf den hypothetischen Fall, dass die Reisenden dauerhaft in ihrem Habitat leben und in diesem als Raumschiff die Galaxis erforschen. In diesem Fall wäre mit periodischen Besuchen zu rechnen, die allerdings in so großen Zeitintervallen stattfinden, dass sie uns mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit verpassen werden.

    Nun könnte man einwenden, warum nur eine einzelne Reisegruppe unterwegs sein soll und nicht mehrere, die unabhängig voneinander die Galaxis bereisen. Was spräche dagegen, eine Vielzahl von Habitaten zu bauen, nachdem es einer Prototyp-Variante gelungen ist, dauerhaft zu funktionieren? Damit sind wir beim klassischen Fermi-Paradoxon angelangt: Wenn es so viele Außerirdische gibt - warum bemerken wir nichts von ihnen? Mögliche Antwort (von vielen!): Wenn es Habitate gibt, dann sind sie in den Weiten der Galaxis so verstreut, dass sie im interstellaren Raum nicht auffallen.

    Das bedeutet: Es gibt nicht so viele davon, dass sie sich in jedem Planetensystem festsetzen könnten. Außerdem bilden G-Sterne wie die Sonne nicht notwendigerweise die günstigsten Voraussetzungen für einen langdauernden Aufenthalt. M-Sterne haben eine längere Verweildauer auf der Hauptreihe des Hertzsprung-Russel-Diagramms und es gibt sie in etwa zehnfach größerer Zahl als G-Sterne, so dass sich diese Sterne als Hauptenergiequelle für Habitate anbieten.

    Bis jetzt gibt es jedoch keinerlei Indizien dafür, dass irgendein M-Stern in der Nähe von Habitaten umgeben ist, was dafür spricht, dass es entweder aus irgendwelchen Gründen bisher keine Zivilisation geschafft hat, Habitate zu bauen und diese als Raumschiff für interstellare Reisen zu nutzen - anderenfalls wäre die Galaxis bereits besiedelt - oder aber es gibt keine anderen Zivilisationen und wir sind die ersten, die jemals die Chance hatten (und haben), den Heimatplaneten zu verlassen und dauerhaft neue Lebensräume zu erschließen.

    Eine weitere Möglichkeit ist, dass die veranschlagte Reisegeschwindigkeit zu hoch angesetzt ist. Eventuell ist das Treibstoffproblem für hinreichend große Habitate doch eine zu große Hürde, um mit ökonomisch vertretbarem Aufwand bewältigt zu werden. Dann vergrößern sich natürlich die Zeitabstände enorm und wir müssen uns über fehlende Besiedlungsspuren sowie ausbleibende Stippvisiten nicht wundern ...

    Viele Grüße!

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