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Thema: Quantenverschränkung nutzen zur Suche nach Ausserirdischen?

  1. #1

    Standard Quantenverschränkung nutzen zur Suche nach Ausserirdischen?

    Hallo erstmal,

    ich habe mir vorhin eine Doku bzgl. der Quatenverschränkung angeschaut. Fand ich sehr Interessant und plötzlich kam mir ein Geistesblitz: Wäre es nicht möglich, die Quatenverschränkung für die Suche nach Ausserirdischer Intelligenz zu nutzen?

    Denn es wurde ja Festgestellt, das die Quatenobjekte Unbeobachtet in Wellenform existieren und bei Beobachtung ihren Zustand in Teilcheneigenschaften einnehmen. Das ist unter das Wellen-Teilchen-Dualismus in die Wissenschaft eingegangen.

    Dieses Wissen könnten wir doch nutzen, um gezielt nach "ausserirdischem Leben" zu suchen - denn dort, wo diese Quantenobjekte beobachtet werden, müssen Sie demzufolge Teilcheneigenschaften haben. In dem Umkreis, wo wir diesen Teilchen-Zustand feststellen, wäre es doch sinnvoll mal genauer "Hinzuschauen" bzw. zu Forschen, weil die Wahrscheinlichkeit sehr hoch liegen dürfte, auf das wir auf Leben treffen.

    Um den Zustand der Quantenobjekte nicht zu beeinflussen, dürfen wir diese nicht direkt beoabachten, sondern müssten eigentlich nur deren Zustand indirekt messen. Das ist den Wissenschaftlern ja schon gelungen. Warum also die Technik und das Wissen über die Quantenmechanik nutzen, um unsere Suche zu verbessern?

    Im Vergleich zu den anderen Methoden der Suche (zb. SETI) ist man (zb. Radiosignale) praktisch nicht an beschränkten Geschwindigkeiten (max. Lichtgeschwindigkeit) und Reichweiten (ergo: 70 Lichtjahre Umkreis) gebunden. Und das wichtigste: Es setzt kein "intelligentes Lebens" vorraus, dh. einen bestimmten Entwicklungsstand erreicht zu haben um selber Radiosignale auszuseneden, da die Quatenverschränkung genau dann einsetzt, sobald diese Quatenobjekte (Protonen) von "Leben" zb. durch Augen beobachtet werden.

    In dem Hinblick dürfte Einsteins-Spruch eine neue "Dimension" erhalten (mit die er wohl selber nicht gerechnet hätte - vorallem weil er "Gegner" der Quantenphysik war und seinem Verständnis zuwider lief): Glauben Sie wirklich, dass der Mond nicht da ist, wenn keiner hinsieht? *hehehe*

    So, ich bin dann mal auf eure Antworten gespannt...

    Beste Grüße

    Phoenics

  2. #2

    Standard

    Zitat Zitat von Phoenics Beitrag anzeigen
    ... plötzlich kam mir ein Geistesblitz: Wäre es nicht möglich, die Quatenverschränkung für die Suche nach Ausserirdischer Intelligenz zu nutzen? ...
    Nö.
    Schau: http://de.wikipedia.org/wiki/Quanten...3.BCbertragung
    können verschränkte Systeme auch über große räumliche Entfernung miteinander wechselwirken, dabei kann aber keine Information übertragen werden

  3. #3

    Standard

    Ist mir bekannt und Wikipedia war eine der ersten Stellen, die ich nach der Idee angesteuert habe. Es wird ja keine Information übertragen - obwol es Wissenschaftler gibt, die daran arbeiten, Informationen zu Übertragen zb. für sog. Quantencomputer.

    Bei der Nutzung wäre die Info bei der Suche auch uninteressant, da nur der Zustand (Wellenform od. Teilchenverhalten) festgestellt werden soll.

    Beste Grüße

    Phoenics

  4. #4

    Standard

    Was ist an "kann aber keine Information übertragen werden" nicht zu verstehen?
    Wenn du aber Sachinformationen hast, die für eine Informationsübertragung sprechen, dann sei so nett und nenne die. Danke.

    Zu Qantenverschränkung bei Quantencomputer lies zB hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Quanten...nkung.E2.80.9C

  5. #5

    Standard

    Zitat Zitat von Phoenics Beitrag anzeigen
    Hallo erstmal,

    ich habe mir vorhin eine Doku bzgl. der Quatenverschränkung angeschaut. Fand ich sehr Interessant und plötzlich kam mir ein Geistesblitz: Wäre es nicht möglich, die Quatenverschränkung für die Suche nach Ausserirdischer Intelligenz zu nutzen?
    Darf ich fragen, um welche Doku es sich dabei gehandelt hat?

    Gruß von Trixi

  6. #6

    Standard

    Lieber Iapetuswirt,

    ich glaube, wir reden von zwei unterschiedlichen Dingen. Der "Zustand" ist keine Information. Man muss Zustand und Information unterscheiden. Der Einfachheit halber, sei hier in der Chemie die Aggregatszustände z.b. anhand von Wasser genannt (Flüssig, als Gas, Gefroren ect. pp.).

    Nicht die beinhaltende Information, sondern einfach nur der messbare Zustand ist von Belang - unabhängig des in dem Fall für uns sowieso "enthaltenden bzw. nicht-existenten" Informationsgehalt.

    @Trixi Slot: Puuuh... da müsste ich mal nachschauen... mom... ich habs: N24-Mediathek: Geheimnisse des Weltalls: Der Mikrokosmos lief gestern bei N24 und geht nicht nur alleine, aber zu einem grossen Teil auf die Quantenverschränkung ein. Viel Spass beim anschauen.

  7. #7

    Standard

    Du hast also keine Sachinformationen zu deiner Idee.
    Danke, alles klar.

    Somit kann ich nur wiederholen:
    Schau: http://de.wikipedia.org/wiki/Quanten...3.BCbertragung

    können verschränkte Systeme auch über große räumliche Entfernung miteinander wechselwirken, dabei kann aber keine Information übertragen werden

  8. #8

    Standard

    Hallo Phoenics,

    Um den Zustand der Quantenobjekte nicht zu beeinflussen, dürfen wir diese nicht direkt beoabachten, sondern müssten eigentlich nur deren Zustand indirekt messen. Das ist den Wissenschaftlern ja schon gelungen.
    Wie stellst Du Dir das vor?

    Nach meinem Verständnis lässt jede Messung die Wellenfunktion kollabieren. Eine indirekte Messung (was soll das sein?) - wenn sie möglich sein sollte - würde einen bestimmten Zustand ermitteln, also entweder Welle oder Teilchen, aber nicht, ob eine Quantenverschränkung vorliegt oder nicht. Und damit bist Du genauso klug wie zuvor.

    Viele Grüße!

  9. #9

    Standard

    Hallo Mahananda,

    ich danke dir für deine Antwort. Genau! Das wird die Schlüsselfrage sein, die es zu lösen gilt! Leider bin ich kein (Quanten-) Pysiker und auch kein Astronom. Ich bin aber zuversichtlich, das dies sicherlich gehen müsste, da sonst die dazugehörigen Therorien und die diesbezüglichen Experimente zur Quantenverschränkung obsolet und damit nutzlos werden würden (zb. QuantumLab der Uni Erlangen-Nürnberg: Interaktive Realexperimente zur Verschränkung von Photonen.

    Aber ich erkenne das Problem, weiss allerdings selbst nicht, wie das zu lösen wären. Wäre schon irgendwie schön, wenn sich ein "kluger Kopf" mit der Möglichkeit oder möglichen Realisierbarkeit ernsthaft beschäftigen würde.

    Bedauerlicherweise weiss ich nicht, an wen ich mich wenden könnte, der einerseits für die Idee offen wäre (also jemand, der nicht sofort wie z.b. Iapetuswirt ablehnend reagiert), das entsprechende "Know-How", das Wissen und vorallem die Lust hat, sich der Sache mal näher zu beschäftigen. Ich vermute, eine Lösung für deine Schlüsselfrage zu finden wird wahrscheinlich ein fachübergreifendes Problem zwischen Physikern bzw. Quantenphysikern und Astronomen sein.

    @Iapetuswirt: Offensichtlich ist es aber möglich den Zustand zu prüfen, zitat zum Erlanger Ansatz: "Mit den Experimenten sollen die Phänomene der Quantenwelt wie die Nichtteilbarkeit oder die Verschränkung unmittelbar in Erscheinung treten.". Oder zitat Wikipedia zur Quatenverschränkung zur Informationsübermittlung: "Quantenmechanische Messungen sind probabilistisch ... Zwar ist Informationsübertragung durch Verschränkung allein nicht möglich, wohl aber mit mehreren verschränkten Zuständen zusammen mit einem klassischen Informationskanal ...". Wie gesagt, es geht bei der Idee aber garnicht um die Information, sondern darum, den Zustand eines Quantenobjekts zu prüfen. Doch irgendwie sprechen wir verschiedene Sprachen. Ich weiss nicht, warum das so schwer zu Verstehen ist?

    Grüße

    Phoenics

  10. #10

    Standard

    Weil das was du möchtest, eine Informationsübermittlung ist - und das klappt nun mal nicht.
    Aber wenn du weißt, wie es doch gehen sollte, dann baue so einen Apparat.

  11. #11

    Standard

    Der Zustand eines Objekts ist keine Information. Du verwechselst da zwei grundsätzlich verschiedene Sachverhalte. Mir ist es aber auch zu müßig, mich mit dir darüber zu streiten.

    Wie Du meinem Eintrag #10 entnehmen kannst, bin ich weder Physiker, Quantenphysiker oder Astronom, habe nicht das entsprechende notwendige Equipment und kann daher eine solche Vorrichtung nicht entwerfen oder bauen.

    Bist Du Quantenphysiker, hast das Wissen und das Equipment, Iapetuswirt?

    Wenn Du konstruktive Ideen und Beiträge hast, lese ich Sie mir gerne durch - alles andere ist leider Nutz- und Wertlos und bringt mich/uns bedauerlicherweise nicht weiter.

    Grüße

    Phoenics

  12. #12

    Standard

    Zitat Zitat von Phoenics Beitrag anzeigen
    Der Zustand eines Objekts ist keine Information.........
    Durch vorstehende Aussage kommt zu Tage, wer hier entscheidende Defizite vorweisen kann.
    Jeder Zustand eines jeden Objektes ist Information.
    Mit Dir ist es nicht möglich zu diskutieren, glaube ich ganz fest.

  13. #13

    Standard

    Zitat Zitat von Phoenics Beitrag anzeigen
    ...

    Wie Du meinem Eintrag #10 entnehmen kannst, bin ich weder Physiker, Quantenphysiker oder Astronom, habe nicht das entsprechende notwendige Equipment und kann daher eine solche Vorrichtung nicht entwerfen oder bauen.
    ...
    Na, dann schau doch mal hier und zähle mal zusammen, auf wie viele Punkte du kommst.

    http://math.ucr.edu/home/baez/crackpot.html
    The Crackpot Index
    John Baez
    A simple method for rating potentially revolutionary contributions to physics

  14. #14

    Standard

    Hallo Phoenics,

    Hier wird sehr schön erklärt, was es mit der Quantenverschränkung auf sich hat und warum man damit keine Nachrichten verschicken kann. Dort heißt es:

    Ihr könnt an diesem Experiment auch gleich ein sehr wichtiges Ergebnis sehen: Um die Verschränkung tatsächlich nachzuweisen, müssen die beiden ihre Ergebnisse auf herkömmlichen Wege austauschen. Alice kann allein aus ihren Daten nicht sehen, was Bob gemacht hat (nicht einmal, ob Bob nicht lieber einen Kaffee trinken gegangen ist, weil er Quantenmechanik langweilig findet). Obwohl also die Messungen sich gegenseitig beeinflussen, so dass immer derselbe Polarisationszustand herauskommt, kann man mit Hilfe der Verschränkung keine Nachrichten verschicken.
    Darum denke ich, dass Deine Idee nicht umsetzbar ist. Und ja, Alexis hat recht: Zustände sind Informationen, da sie in Erfahrung gebracht werden können. Und Information ist - gemäß Definition - beseitigte Ungewissheit. Sobald Du also über einen Zustand bescheid weißt, ist die Ungewissheit, ob Teilchen oder Welle, beseitigt. Und damit verfügst Du über eine Information.

    So auch bei der Quantenverschränkung: Der Polarisationszustand wird ganz klassisch gemessen. Du weißt damit zugleich, welchen Polarisationszustand das verschränkte Teilchen hat. Du weißt aber nicht, ob auf der Gegenseite eine Beobachtung stattgefunden hat oder nicht. Folglich ist die Quantenverschränkung zur Ermittlung außerirdischer Beobachter nicht geeignet. Schade eigentlich!

    Viele Grüße!

  15. #15

    Standard

    Hallo Mahananda.

    Ich danke für deine Antwort.

    Zitat Zitat von Mahananda
    Du weißt damit zugleich, welchen Polarisationszustand das verschränkte Teilchen hat. Du weißt aber nicht, ob auf der Gegenseite eine Beobachtung stattgefunden hat oder nicht.
    Verflixt aber auch.

    Zitat Zitat von Mahananda
    Folglich ist die Quantenverschränkung zur Ermittlung außerirdischer Beobachter nicht geeignet. Schade eigentlich!
    Ich stimme dir zu. Schade. Der Einfall hat sich damit wohl in Luft aufgelöst.

    Ok, wäre nur zu schön gewesen - die Suche mit unseren bisherigen Methoden hätte einen "Quantensprung" gemacht (Voraussetzungen minimiert, Zeit verringert und Reichweite erhöht). Schade, schade.

    Es wird wohl vorerst doch bei den Radioteleskopen bleiben.

    Beste Grüße

    Phoenics

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