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Thema: Buchtipp: Ein Universum aus Nichts

  1. #1

    Standard Buchtipp: Ein Universum aus Nichts

    Der amerikanische Physiker Lawrence M. Krauss fasst in seinem Buch den derzeitigen Stand der Forschung im Bereich der Kosmologie in leicht verständlicher Form zusammen. Seine Antwort auf die häufig gestellte Frage in der Form wie sie zuerst der Philosoph Gottfried Wilhelm Leibniz gestellt hat „Warum ist überhaupt etwas und nicht vielmehr nichts?" ist fundiert und klar: „Das Nichts ist nicht stabil“.


    Dabei geht er ausführlich auf die Problematik der Definition des Nichts ein und erläutert die wissenschaftliche Theorie zur Entstehung unserer Welt aus dem Nichts. Zum Schluss gibt er einen Ausblick auf das mögliche langfristige Schicksal unserer Welt und den damit verbundenen Schlussfolgerungen für den Sinn unseres Daseins....

    http://hpd.de/node/16345?page=0,0

    http://www.amazon.de/Ein-Universum-a...sum+aus+Nichts

  2. #2

    Standard

    Alexis, vielen Dank für den Link. Ich wusste noch gar nicht, dass das Buch inzwischen auch in Deutsch erhältlich ist. Danke!

  3. #3

    Standard

    Sehr interessant, das Ganze. Und um so spannender für mich, da ich selbst mir seinerzeit diese Urknall-Situation so versucht habe, zu erklären:
    Eigentlich gibt es nichts. Aber, wie die Anzeige eines Oszillorgaphen ohne Input, "flimmert" dieses Nichts. Also die theoretisch vollkommen gerade Linie des Oszillographen hat ab und zu Ausschläge, ohne daß etwas zu messendes da wäre (Klar der Vergleich hinkt, da das Meßgerät ja äußeren Einflüssen unterworfen ist). Aber so konnte ich mir das bildhaft vorstellen, daß plötzlich was flackert, und das ist dann ma'n Universum.^^
    Ich mußte zwar außen vor lassen ob, und wenn ja welche, Faktoren vorhanden sind, die "die Anzeige zum Flimmern bringen" aber mit dieser offenen Frage konnte ich ganz gut leben...

  4. #4

    Standard

    Das Thema ist in jeder Hinsicht spannend. Ist aber leider nur begrenzt diskutierbar, weil sich sicher nicht jeder dieses Buch jetzt kaufen möchte.

    Eine eigene Meinung zur Entstehung des Universums aus Nichts, hätte mich mehr interessiert.

    Es gibt zur Entstehung des Universums auch schon Themen hier, vielleicht die Buchtips und Links einfach dort positionieren?

  5. #5

    Standard

    Die vernünftigen User hier im Forum haben gemerkt, dass das ein Buchtipp ist.
    Der Rest hätte es spätestens beim Anklicken des Links zu Amazon schnallen sollen.
    Aber leider.....

    Beim nächsten Buchtipp werde ich in die Überschrift z.B. mit einbinden:

    „Das ist ein Buchtipp und wurde deshalb im Bereich >Literatur & Medien< geschrieben.
    Es ist aber auch möglich über den Inhalt zu diskutieren, stellt jedoch keinen automatischen Zwang in dieser Hinsicht dar.“

  6. #6

    Standard

    Bei diesem Thema beschäftigt mich die Frage : "Wer ist der erste Erstbeweger allen Ursprungs" ?

    Für unser Verständnis kann nur etwas geschaffen werden wenn sich jemand/etwas daran macht etwas zu erschaffen. Doch dieser jemand/etwas wurde ja ebenfalls durch jemanden/etwas erschaffen und so liesse sich die Kette bis in die Unendlichkeit weiter fortsetzen und das führt uns zur Kernfrage der Entstehung des Universums, "Wer war der erste Erstbeweger der die Entstehungskette ausgelöst hat um irgendwann das Universum entstehen zu lassen" ?

    Das führt zwangsläufig zum Thema Religion und Gott und der Frage : Wer oder was ist Gott, wer war der erste Erstbeweger der Gott erschaffen hat, oder war Gott der erste Erstbeweger ? Aber wie kann ein erster Erstbeweger wie Gott aus dem Nichts entstehen ?

    Fazit : Diese Problemstellung ist unauflösbar.

  7. #7

    Standard

    Hallo PhoenixSuns:

    Die Frage nach dem ersten Beweger zieht die Frage nach dem ersten Bewegten nach sich. Wenn es also einen ersten Beweger gegeben haben soll, dann muss zugleich etwas vorhanden gewesen sein, welches als erstes bewegt worden ist.

    Wenn Du also fragst, woher der erste Beweger kommt, musst Du zugleich fragen, woher das erste Bewegte kommt.

    Wenn Du sagst, der erste Beweger hat das erste Bewegte irgendwie erschaffen, um es zu bewegen, dann stellen sich zwei weitere Fragen:

    1. Woraus hat der erste Beweger das erste Bewegte erschaffen?

    2. Worin bestand eine Notwendigkeit, ein erstes Bewegtes zu erschaffen?

    Während die erste Frage das Problem der Herkunft des Rohmaterials thematisiert und dieses wiederum auf das Rohmaterial des ersten Bewegers verweist, zielt die zweite Frage auf die Motivation des Bewegungsakts ab:

    Resultiert der Bewegungsakt aus einer Mangelsituation (Empfand der erste Beweger den vorausgegangenen Zustand des Unbewegtseins als veränderungswürdig? Wenn ja, warum? Wenn nein, wie kam es dann zum Bewegungsakt?)?

    Falls es keine Mangelsituation gegeben hat, müssen andere Gründe herhalten, um die Ursache für den ersten Bewegungsakt zu benennen. Diese Gründe müssen wiederum hinterfragt werden, um wenigstens Plausibilität für sich beanspruchen zu können.

    Falls es eine Mangelsituation gegeben hat, ergibt sich die Frage, wie es geschehen konnte, dass die Abwesenheit von Bewegung als Mangel wahrgenommen werden konnte, obwohl doch der erste Beweger selbst sowie sein Umfeld vor der ersten Bewegung im Zustand der Unbewegtheit gewesen sind.

    Wie Du leicht siehst, ist die Frage nach dem ersten Beweger sehr komplex und führt leicht dazu, dass man sich in einem Gestrüpp von Folgefragen verheddert, ohne der Lösung der Ausgangsfrage näherzukommen.

    Viele Grüße!

  8. #8

    Standard

    Hallo Mahananda,

    genau so ist es. Die Frage nach dem ersten Erstbeweger der das erste Erstbewegte erschaffen hat um daraus in einer weiteren Kette das Universum entstehen zu lassen ist unlösbar. Daran wird sich auch niemals etwas ändern können denn zum einen müssten wir den ersten Erstbeweger erst einmal ermitteln und dieser müsste uns dann noch erklären wer ihn erschaffen hat und vorallem warum ? Am Ende stehen wir dann bei dieser Problematik vor dem gleichen Problem wie aktuell, und das obwohl wir wissen wer oder was der erste Erstbeweger war, weil uns der erste Erstbeweger unmöglich sagen kann wer ihn denn erschaffen hat und warum .

    Fazit : Naja, sicher ist das Buch leicht verständlich und lesenswert .

  9. #9

    Standard

    Hallo PhoenixSuns:

    ... obwohl wir wissen wer oder was der erste Erstbeweger war ...
    Na ja, genau genommen wissen wir das nicht. Einen Erstbeweger können wir nur postulieren, niemals aber belegen. Deine Motivation war ja, aus der üblichen endlichen Perspektive des Handwerkers hier auf Erden auf einen Handwerker zu schließen, der das Universum gemacht hat.

    Problematisch dabei ist jedoch, dass es keine Notwendigkeit gibt, auf einen solchen Erstbeweger zu schließen, weil - selbst wenn man die Möglichkeit gelten lässt, dass es einen oder mehrere Schöpfer des Universums gegeben hat (was ebenfalls eine unbeweisbare Hypothese ist!) - der Schluss auf eine endliche Ursachenkette nicht zwingend notwendig ist.

    Falls sich die Ursachenkette unendlich fortsetzt, gibt es keinen Erstbeweger. Und es gibt keine Möglichkeit, zu überprüfen, ob die Ursachenkette endlich oder unendlich ist. Allein aus dem Grund, weil wir uns die Unendlichkeit nicht vorstellen können, folgt noch lange nicht, dass sich das Universum daran auch halten muss ...

    Viele Grüße!

  10. #10

    Standard

    Zitat Zitat von Mahananda Beitrag anzeigen
    Na ja, genau genommen wissen wir das nicht.
    Nein, dass ist klar, es war auch rein hypothetisch gemeint.

    Falls sich die Ursachenkette unendlich fortsetzt, gibt es keinen Erstbeweger.
    Selbst für eine unendliche Ursachenkette muss es aber für unser Verständnis einen Auslöser geben, also gibt es auch einen ersten Erstbeweger weil es ihn einfach geben muss da sich sonst die unendliche Ursachenkette gar nicht erschaffen liesse.

  11. #11

    Standard

    Hallo PhoenixSuns:

    ... muss es aber für unser Verständnis einen Auslöser geben ...
    Das ist halt der Knackpunkt! Unser Verständnis ist auf endliche Sachverhalte begrenzt. Wir können unendliche Sachverhalte zwar benennen und begrifflich darstellbar machen (z.B. die unendliche Zahlenreihe der natürlichen Zahlen), aber wenn es darum geht, dies anschaulich zu machen, müssen wir auf Analogien ausweichen, die auf eine beliebig fortsetzbare Operation verweisen.

    Bei den natürlichen Zahlen ist es beispielsweise die Operation n+1, die beliebig fortsetzbar ist.

    Für die unendliche Ursachenkette wäre es die Operation n-1, die hier angewendet werden muss. Für jede Ursache n, die als Folge einen Zustand n+1 bewirkt, gibt es eine Meta-Ursache n-1, die als Folge die Ursache n bewirkt hat. Also gilt: Jede Ursache ist zugleich verursacht. Oder anders: Jede Ursache kann als Folge einer vorangehenden Ursache angesehen werden.

    In diesem Falle gelangt man niemals an eine letzte bzw. erste Ursache, die selber ursachelos wäre, weil die Operation n-1 beliebig oft ausführbar ist.

    Unser gewöhnliches Verständnis ist hierbei wenig bis gar nicht hilfreich, weil es solche Fälle in einem endlichen Bezugsrahmen nicht gibt. Folglich ist die Postulierung eines Auslösers logisch nicht streng genug begründet.

    Viele Grüße!

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