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Thema: Interstellare Reisen

  1. #61

    Standard

    Hi,

    Zitat Zitat von Arse Beitrag anzeigen
    Wir sind heute genausoweit wie damals, als die mittelalterlichen Erfinder und Physiker in den Himmel schauten und neidsich den Vögeln hinterherschauten. Wir wissen, das die Lichtgeschwindigkeit exestiert, aber wir wollen sie auch für den Menschen nutzbar machen.

    Das selbe gilt für die theoretischen Gebilde der Wurmlöcher.
    Nein. Das Überschreiten der Schallmauer war beobachtbar, ds Überschreiten der Lichtmauer nicht. Auch die Wurmlöcher sind nicht beobachtbar.

    LEAM

  2. #62

    Standard

    Eben. Es ist nur Fantasie, ohne Realitätsbezug.
    http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cb...urml.C3.B6cher

    Versuche zu superluminarem Tunneln gibt es, da könnte eventuell was bei rauskommen, wenn es auch momentan nicht so aussieht.

    Aber durch Wurmlöcher reisen, sorry, das hat keine diskutable Basis.

  3. #63

    Standard

    Hallo Iapetuswirt,

    was hat es mit den "superluminaren Tunneln" auf sich? Hab ich noch nicht gehört.

    Gruß Kinifix

    P.S. Vielleicht kannst du es mit deinen Worten erläutern? (ohne Links)

  4. #64

    Standard

    "Superluminares Tunneln" beschreibt Versuche, den theoretischen "Tunneleffekt" praktisch zu nutzen. Dabei verschwindet ein Teilchen bzw eine Information gewissermaßen "vor" einem Wahrscheinlichkeitshügel, um "dahinter" ohne den erwarteten Zeitverlust aufzutauchen.
    Theoretisch könnte so der Lichtbarriere ein Schnippchen geschlagen werden. In der Praxis ist das jedoch bisher nicht sicher belegbar. Aber es wird geforscht, denn zumindest die theoretische Basis ist nicht komplett absurd.

  5. #65

    Standard

    Superluminares Tunneln

    In der Universität Köln unter der Leitung von Günter Nimtz wurde der quantenmechanische Effekt des Superluminaren Tunnelns von Mikrowellen-Photonen, dem der Tunneleffekt zu Grunde liegt, als erstes nachgewiesen.[3]

    Experimente vom Nimtz-Typ mit Photonen anderer Wellenlänge, insbesondere mit sichtbarem Licht, durch andere Gruppen haben stattgefunden und haben die Beobachtungen von Nimtz bestätigt (u. a. Steinberg und Raymond Chiao von der Universität Berkeley), werden von den Experimentatoren wie Chiao und Steinberg aber anders interpretiert. In allen Experimenten wird festgestellt, dass sich eine superluminare Geschwindigkeit dann einstellt, wenn sich zwischen der Quelle und dem Detektor eine Barriere befindet, welche die Photonen erst überwinden (durchtunneln) müssen.

    Medienwirksam wurde dort 1994 mit frequenzmodulierten Mikrowellen ein Teil einer Mozart-Sinfonie mit übertragen, wobei Nimtz nach eigenen Angaben für das Maximum und die Anstiegsflanke des Wellenpakets[4] eine 4,7-fache Lichtgeschwindigkeit maß[5]. Nimtz behauptet, damit die Möglichkeit der Übertragung von Information mit Überlichtgeschwindigkeit gezeigt zu haben, was aber bestritten wurde. Definiert man die Geschwindigkeit der Informationsübertragung über die Ansprechzeit eines Detektors, gibt es keine Informationsübertragung mit Überlichtgeschwindigkeit: Ein Detektor auf einer gleich langen Vergleichsstrecke ohne „Tunnel“, auf der sich die gleiche Information (Pulsform) mit Lichtgeschwindigkeit ausbreitet, spricht zuerst an, da das Signal auf der Tunnelstrecke viel schwächer ist und zwar unabhängig von der Empfindlichkeit des Detektors.[6]

    Diese Experimente stehen nach allgemeiner Ansicht in völliger Übereinstimmung mit einem der Axiome der Relativitätstheorie, nach dem keine Informationsausbreitung mit Überlichtgeschwindigkeit stattfindet. So kann man z. B. zeigen, dass ein Wellenzug beim Tunneln stärker im hinteren Teil gedämpft wird als im vorderen, so dass sich sein Intensitätsmaximum nach vorne verlagert. Definiert man die Lage des Maximums als Position des Wellenzuges, so kann man eine Überlichtgeschwindigkeit errechnen, ohne dass irgendein Teil des Wellenzuges mit Überlichtgeschwindigkeit vorangeschritten wäre.

    Bei Tunnelexperimenten mit einzelnen Photonen wurde bereits überlichtschnelles Tunneln nachgewiesen, siehe zum Beispiel Experimente der Chiao-Gruppe. Da beim Tunneln jedoch ein großer Teil der tunnelnden Photonen und damit der Information verloren geht, ist auch hier die Möglichkeit einer überlichtschnellen Informationsübertragung umstritten, siehe auch diese Bibliografie.[7]

    Von anderen Physikern, zum Beispiel im Überblicksartikel von Privitera et al.[8], wird darauf hingewiesen, dass die Superluminalität des Geschehens ein Artefakt der verwendeten Definition von Geschwindigkeit ist.[9] Dass zum Beispiel die Gruppengeschwindigkeit von Pulsen in Medien mit starker Absorption und Dispersion größer als die Lichtgeschwindigkeit sein kann, jedoch keine Signalgeschwindigkeit ist, war schon Leon Brillouin und Arnold Sommerfeld bekannt


    Qulelle http://de.wikipedia.org/wiki/Überlic...inares_Tunneln

  6. #66

    Standard

    Vielen dank an Beide für die Information.

    Ich will das nicht im Detail nachvollziehen (kann ich nicht+hab ich keine Lust dazu). Mir scheint es aber auf einen ähnlichen Ansatz wie die Zeit-Dillatation hinauszulaufen - also ein Definitionsproblem. Wenn ich mit LG (oder fast LG) durch den Raum fliege, vergeht die Zeit in dem beschleunigten Körper langsamer als auf dem zurückbleibenden (nicht beschleunigten) Ausgangspunkt. Rein rechnerisch ist der beschleunigte Körper (aus seiner Sicht) mit ÜLG unterwegs. Stimmt aber eben doch nicht. Die Wissenschaftler scheinen sich auch uneins zu sein. Na schaun wir mal.

    Gruß Kinifix

  7. #67

    Standard

    Zitat Zitat von LEAM Beitrag anzeigen
    Hi,
    Nein. Das Überschreiten der Schallmauer war beobachtbar, ds Überschreiten der Lichtmauer nicht. Auch die Wurmlöcher sind nicht beobachtbar.
    LEAM
    ich glaube schon, das ich mit meinem Ansatz nicht ganz falsch liege...immerhin war zu Zeiten der Postkutsche oder des Telegrapgen die Datenübertragung, ohne jegliche Art von Kabel auch nicht beobachtbar, geschweige denn überhaubt vorstellbar...trotzdem gibt es das heute.

    @Iapetuswirt
    Eben. Es ist nur Fantasie, ohne Realitätsbezug
    Phantasie ist das ganze (derzeit) auf jeden Fall, aber ich würde den Ralitätsbezug nicht ganz auschliessen. Die nächasten 50 Jahre werden wohl zeigen, in welche Richtung sich das ganze entwickeln wird, speziell mit den derzeitigen Forschungsunternehmungen.

    Was Deinen Link angeht, dieser Beitrag über das Wurmloch, oder die Einstein-Rosen Brücke, ist auch sehr interessant (da fällt mir der Hinweis von Dir auf das andere Thema ein, welchen Du hier verlinkt hast, den muss ich mir noch mal anschauen)

    Ich bin jetzt mitte dreissig und schon völlig gespannt, was die nächsten 10 Jahre erst so alles zu bieten haben.

  8. #68

    Standard

    Kinifix: nein, superluminares Tunneln hat nichts mit Zeitdilatation zu tun.
    Stelle dir vor, du stehst vor einem Hügel und schießt einen Fußball gegen die Steigung. Der Hügel ist aber zu hoch, als dass du den Ball darüber kicken könntest. Ergo kommt der Ball wieder runter gerollt. Nun gibt es aber eine wenn auch sehr geringe Wahrscheinlichkeit, dass der Ball DURCH den Hügel flutscht. Der ist dann sogar schneller auf det anderen Seite, als wenn er über den Hügel gekickt worden wäre.
    So ähnlich kannst dir das mit dem Tunneln vorstellen. Der Hügel stellt die Lichtbarriere dar und der Ball eine Welle bzw eine Information. Die verschwindet und erscheint anderswo schneller, als sie durch den Raum es geschafft hätte.

  9. #69

    Standard

    Danke, ja da war ich falsch unterwegs. Groschen gefallen
    Die Schwierigkeit das für irgendetwas zu nutzen scheint mir ziemlich unüberwindlich. Aber man wird sehen.

    Gruß Kinifix

  10. #70

    Standard Nanoraumschiffe

    Möglicherweise ist eine Technik für interstellares Reisen sehr viel näher, als hier bisher besprochen wurde. Ich meine damit (natürlich unbemannte) "Nanoraumschiffe".

    Wir möchten zu anderen Sternensystemen, um zu erfahren, was da ist. Dies kann durchaus durch Robotsonden geschehen. Normale Sonden in benachbarte Systeme zu schicken, ist zwar prinzipiell bereits heute möglich, dauert aber viele Jahrzehntausende, was nicht wirklich das ist, was wir haben wollen.
    Um innerhalb einer menschlichen Lebensspanne Sonden zu einem benachbarten Sternensystem zu schicken und Informationen zu erhalten, ist es nötig, dass diese Sonden fast mit Lichtgeschwindigkeit fliegen.
    Dies ist zur Zeit mit unseren Mitteln bei normal großen Sonden nicht einmal ansatzweise denkbar.
    Anders sieht das bei sehr kleinen Objekten aus.

    In Teilchenbeschleunigern bringen wir subatomare Partikel mühelos auf Lichtgeschwindigkeit und es ist nur eine Frage von Energie, auch geringfügig größere Objekte auf Geschwindigkeiten nahe der des Lichtes zu bringen.
    Hier kommt nun die Nanotechnologie ins Spiel.
    Eine Möglichkeit: es ist denkbar, winzige Sonden zu bauen, in der Größe einiger Atome, diese auf Lichtgeschwindigkeit zu beschleunigen und zu den Sternen zu senden.
    Nun wird eine einzige solcher Nanosonden wenig ausrichten können. Weshalb nicht nur eine Sonde, sondern eine sehr große Anzahl an unterschiedlichen Nanosonden in den Einsatz kämen. Gewissermaßen eine Staubwolke von verschiedensten Nanosonden, die am Ziel angekommen sich zur eigentlichen Miniatursonde verbinden welche dann ihre Forschungstätigkeit aufnimmt und die Ergebnisse konventionell per Funk zur Erde sendet.

    An dieser Technologie wird bereits geforscht. Ich denke, dass die Zukunft der aktiven Weltraumforschung, der unbemannten Raumfahrt, in der Nanotechnologie liegen dürfte.

    Hier drei Links zum Thema:
    http://www.msnbc.msn.com/id/31665236...ight-be-close/
    http://www.nasa.gov/home/hqnews/2012..._Missions.html
    http://en.wikipedia.org/wiki/Smartdust

  11. #71

    Standard

    Zitat Zitat von Iapetuswirt Beitrag anzeigen
    Möglicherweise ist eine Technik für interstellares Reisen sehr viel näher, als hier bisher besprochen wurde. Ich meine damit (natürlich unbemannte) "Nanoraumschiffe".

    Wir möchten zu anderen Sternensystemen, um zu erfahren, was da ist. Dies kann durchaus durch Robotsonden geschehen. Normale Sonden in benachbarte Systeme zu schicken, ist zwar prinzipiell bereits heute möglich, dauert aber viele Jahrzehntausende, was nicht wirklich das ist, was wir haben wollen.
    Um innerhalb einer menschlichen Lebensspanne Sonden zu einem benachbarten Sternensystem zu schicken und Informationen zu erhalten, ist es nötig, dass diese Sonden fast mit Lichtgeschwindigkeit fliegen.
    Dies ist zur Zeit mit unseren Mitteln bei normal großen Sonden nicht einmal ansatzweise denkbar.
    Anders sieht das bei sehr kleinen Objekten aus.

    In Teilchenbeschleunigern bringen wir subatomare Partikel mühelos auf Lichtgeschwindigkeit und es ist nur eine Frage von Energie, auch geringfügig größere Objekte auf Geschwindigkeiten nahe der des Lichtes zu bringen.
    Hier kommt nun die Nanotechnologie ins Spiel.
    Eine Möglichkeit: es ist denkbar, winzige Sonden zu bauen, in der Größe einiger Atome, diese auf Lichtgeschwindigkeit zu beschleunigen und zu den Sternen zu senden.
    Nun wird eine einzige solcher Nanosonden wenig ausrichten können. Weshalb nicht nur eine Sonde, sondern eine sehr große Anzahl an unterschiedlichen Nanosonden in den Einsatz kämen. Gewissermaßen eine Staubwolke von verschiedensten Nanosonden, die am Ziel angekommen sich zur eigentlichen Miniatursonde verbinden welche dann ihre Forschungstätigkeit aufnimmt und die Ergebnisse konventionell per Funk zur Erde sendet.

    An dieser Technologie wird bereits geforscht. Ich denke, dass die Zukunft der aktiven Weltraumforschung, der unbemannten Raumfahrt, in der Nanotechnologie liegen dürfte.

    Hier drei Links zum Thema:
    http://www.msnbc.msn.com/id/31665236...ight-be-close/
    http://www.nasa.gov/home/hqnews/2012..._Missions.html
    http://en.wikipedia.org/wiki/Smartdust
    das klingt fantastisch boooiii

  12. #72

    Standard Superluminar und Überlichtgeschwindigkeit

    Überlichtgeschwindigkeit gibt es nicht wirklich, auch superluminares Tunneln funktioniert nicht wirklich....auch wenn dieser Effekt in einigen Experimenten vorgeführt wurde. Aber leider sind es alles nur SCHEINBARE Effekte. Aus Sicht des Beobachters von seiner Position aus wirkt es wirklich so, als ob Teilchen superluminar sich bewegen können. Aber aus Sicht des Teilchens bewegt es sich nunmal nur mit Lichtgeschwindigkeit. Darum spricht man bei solch einem Effekt auch von "scheinbarer Luminiszens" ;-)
    Bestes Beispiel: Richte einen Laserstrahl auf einen rotierenden Spiegel...der von dem Spiegel zurückgeworfene Lichtpunkt bewegt sich halt nur scheinbar Überlichtschnell

  13. #73

    Standard

    Zitat Zitat von IllaKopkilla Beitrag anzeigen
    Darum spricht man bei solch einem Effekt auch von "scheinbarer Luminiszens" ;-)
    Meinst du Lumineszenz? Das ist was anderes und hat mit deinem Beispiel dann auch nichts zu tun.

  14. #74

    Standard Lichtgeschwindigkeit ist die Grenze

    Für große Körper im Makrobereich ist nach heutigen Erkenntnissen die Lichtgeschwindigkeit eine ablsolute Grenze, die nicht überschritten werden kann.
    Wie iapetuswirt bereits ausgeführt hat, sind 10% der Lichtgeschwindigkeit ein sehr guter Wert.
    Im atomaren und subatomaren Bereich sieht es besser aus. Teilchen können mit Ringmagnetbeschleunigern nahe an die Lichtgeschwindigkeit gebracht werden.
    So wäre die Idee (iapetuswirt), kleinste Nanoteilchen zu beschleunigen und als Schwarm auf die Reise zu schicken, sicherlich machbar. Dass sich diese Teilchen am Zielort planvoll zu einer Forschungssonde vereinigen und Messergebnisse des fremden Sonnensystems aufnehmen und zur Erde funken, wäre eine tolle Sache.
    Um diese Selbstorganisation der Nanoteilchen zu erreichen, bedarf es sicher einer längeren Forschungsarbeit, die motiviert betrieben werden muß, um Aussicht auf Erfolg zu haben. Lassen wir uns überraschen, was machbar ist.

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