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Thema: Wendelstein 7-X erzeugt Wasserstoffplasma !

  1. #1

    Standard Wendelstein 7-X erzeugt Wasserstoffplasma !

    Vielleicht für den einen oder anderen interessant...

    Wendelstein 7-X ist eine der weltweit wenigen Experimentieranlagen, die zur Erforschung dienen, um einen beherrschbaren Fusionsreaktor entwickeln und bauen zu können, der selbst die heutige Atomenergie im Schatten stellen wird. Das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Greifswald baut seid gut 10 Jahren, mit internationaler Beteiligung, an der äusserst komplexen Anlage. Ähnliche Projekte sind auch das Joint European Torus in Grossbritanien, das Iter in Frankreich oder und das Large Helical Device in Japan. Die Anlage in Greifswald ist die drittgrösste und modernste Anlage auf diesen Planeten und die bisherigen Gesamtkosten liegen bei rund einer Milliarde Euro.

    Diese Forschung und Technik ist derart kompliziert, das man eigentlich nur auf das Herzstück der Forschungsanlage eingehen sollte, dem optimierten Stellarator oder auch Sonnenofen genannt. In diesem Sonnenofen will man kontrollierte Verschmelzung von Atomkernen zur Energiegewinnung erforschen, so wie es auf der Sonne jeden Tag verläuft. In der Anlage von Greifswald verschmelzen dazu die beiden Wasserstoff-Sorten Deuterium und Tritium. Dabei entstehe das unschädliche Edelgas Helium und Neutronen, also elektrisch geladene Teilchen. Dessen Energie kann über Dampferzeuger in elektrischen Strom umgewandelt werden. Dabei sind die notwendigen Rohstoffe für den Fusionsprozess praktisch unbegrenzt vorhanden. Deuterium lässt sich leicht aus Wasser gewinnen und Tritium wird aus Lithium gewonnen, das wiederum sehr häufig im Gestein vorkommt. Man errechnete, das bei der Kernfusion von nur einem Gramm beider Stoffe eine derart enorme Energiemenge freigesetzt wird, die dem Brennwert von rund 11 Tonnen Kohle entspricht, wobei es hier weder einen schädlichen Kohlendioxid-Ausstoß gibt oder schädliche radioaktive Abfälle, wie wir es aus herkömmliche Atomanlagen kennen. Die Forscher versprechen sogar Fusionsreaktoren, die keinen Atomgau erreichen können. Damit es in solch einer Anlage zu einer kontrollierten Verschmelzung von Wasserstoffkernen kommt, muss etwa hundert Millionen Grad heißes Plasma aus den Wasserstoffisotopen Deuterium und Tritium eine Zeit lang mit genügend hoher Dichte eingeschlossen werden. Das versucht man mit dem optimierten Stellarator erreichen zu können, der über eine höchst komplizierte Konstruktion von starken Magnetspulen, den stärksten Magneten auf der Welt, und Hitzeschilden verfügt. Die Zielsetzung der komplexen wissenschaftlichen Berechnungen ist es, mit Wendelstein 7-X unter Laborversuchen unbegrenzte Energie wie auf der Sonne erzeugen zu können !

    Unbegrenzte Energie - erstmals Wasserstoffplasma erzeugt !

    Bereits im Dezember 2015 war es gelungen Heliumplasma bei einer Temperatur von sechs Millionen Grad zu erzeugen. Dieses Gas geht leichter in Plasma über als Wasserstoff. Am 03.02.2016 wurde offiziell verkündet, das es nun auch gelungen ist Wasserstoffplasma zu erzeugen ! Der erste erfolgreiche Versuch dauerte zwar nur eine Viertelsekunde, wobei ein 2-Megawatt-Puls und eine Temperatur von sagenhafte 80 Millionen Grad erzeugt wurden, ist aber das Startsignal, um die Erzeugung schrittweise immer weiter zu erhöhen. Bis 2020 ist eine Energieerzeugung von mindestens 30 Minuten geplant. Durch diese neuen Erkenntnissen, sollen ab 2020 die Planungen für den Bau eines kleinen Fusionskraftwerk vorangetrieben werden, um die Zeiträume der Energieerzeugung weiterhin auf mehrere Stunden zu erhöhen. Nach dem bisherigen Wissensstand geht man davon aus, das ab 2030 der erste Fusionsreaktor mit 20 Megawatt Leistung mit Dauerbetrieb gebaut werden kann. Forscher rechnen damit, das eine tatsächliche industrielle Nutzung, um z.B. eine ganze Stadt mit dieser neuen Energieform zu versorgen, ab 2040 möglich sein wird. Damit wurde ein sehr wichtiger Meilenstein gesetzt, um eine mögliche zukünftige und fast unbegrenzte und umweltfreundliche Energieerzeugung zu entwickeln. Praktisch erzeugen 4 Eimer Wasserstoff die selbe Energie wie 40 Tonnen Kohle.

    Um auch weiterhin den technischen Vorsprung zu sichern und um grössere Fusionsreaktoren zu entwickeln, wird Wendelstein 7-X weiterhin von der Bundesregierung gefördert. Das Large Helical Device in Japan und Wendelstein 7-X gehören bisher zu den modernsten Anlagen auf den Planeten. Dabei hat man auch den nicht den Blick dafür verloren, zukünftige Antriebe für Raumschiffe zu entwickeln, die eine fast unbegrenzt Reichweite hätten und somit das Tor zum All öffnen würden.

    Zukünftige mögliche Entwicklungen
    - ab 2040 Fusionsreaktoren bis zu 100 MW (=Megawatt)
    - ab 2050 Fusionsreaktoren bis zu 1000 MW
    - ab 2060 Fusionsreaktoren bis zu 2000 MW
    - neue Antriebe für Raumschiffe, Schiffe, Autos und Flugzeuge
    - mobile tragbare Fusionskerne / Batterien
    - ab 2070 Wegfall sämtlicher fossiler Energieerzeugung auf der Erde
    Epilog

    Wissen über unbegrenzte Energie bedeutet in der Zukunft, das eine Milliarden schwere Lobby- und Machtelite, aber auch Staaten, mit ihren Reserven an fossilen Energien immer weniger verdienen werden und es an der gesamten Menschheit liegen wird, dieses Wissen so gerecht zu teilen und zu verteilen, ohne an das Bestreben von Kapital, Macht und Einfluss zu denken, ohne das eine Lobby und Staaten aus Hab- und Machtgier Patente unter Verschluss hält, zum Wohle des Planeten Erde. WISSEN wird unsere Zukunft entscheiden, nicht Kapital oder Macht. Es wäre wünschenswert, das es gelingt, saubere Energie für den ganzen Planten und für eine Expansion im ganzen Sonnensystem zu erzeugen und zu nutzen. Wasserstoff sei fast unbegrenzt vorhanden, daher wird diese fast kostenlose Energieform eine Gegner für radikale Kapitalisten und Lobbyisten der Energiewirtschaft sein, und dem muss vorgebeugt werden...

  2. #2

    Standard

    Zitat Zitat von wilfriedstevens Beitrag anzeigen
    Zukünftige mögliche Entwicklungen
    aus http://www.tagesspiegel.de/wissen/ke.../12614302.html
    Den Witz von der „Fusionskonstante“ kennt inzwischen fast jeder: Egal, wann man die Fachleute fragt, es dauert immer „40 bis 50 Jahre“, bis derartige Kraftwerke Strom liefern werden.
    Seit 1960 wird eifrigst geforscht, mal schauen ...

  3. #3

    Standard

    Neu angemeldete User, die hier mit gecopypasteten Textwänden ankommen - wie ich sie liebe …

    Wer seriöse Infos zu Wendelstein sucht, bitte hier entlang:
    http://www.ipp.mpg.de/ippcms/de/pr/forschung/w7x/index

  4. #4

    Standard

    Hallo Leam,

    muss Dich leider enttäuschen, nicht aus dem Tagesspiegel, sondern hier abgeschrieben:

    http://www.onlinezeitung24.de/article/5138

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