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Thema: Außerirdische auf dem Mars

  1. #1

    Standard Außerirdische auf dem Mars

    Meine bisherige Schlussfolgerung ist, dass wenn tatsächlich Aliens in unserem Sonnensystem sind, dann nisten die sich gerade auf dem Mars ein und holen sich hier auf der Erde Wasser und andere Rohstoffe (offensichtlich auch Tiere oder Teile davon) da der Mars ja eben so karg ist.

    Gruß,
    Quinix

  2. #2

    Standard

    Zitat Zitat von Quinix Beitrag anzeigen
    Meine bisherige Schlussfolgerung ist, dass wenn tatsächlich Aliens in unserem Sonnensystem sind, dann nisten die sich gerade auf dem Mars ein und holen sich hier auf der Erde Wasser und andere Rohstoffe (offensichtlich auch Tiere oder Teile davon) da der Mars ja eben so karg ist.
    Das bezweifle ich aber stark, denn auf dem Mars gibt es nachgewiesenermaßen Wasser (gefroren). Kein Grund also um es auf der Erde zu schöpfen. Obwohl als Alien nach der Erde der Mars für mich ebenfalls die erste Wohnwahl wäre.

    mfg Drake

  3. #3

    Standard

    Nun um sich mit allen was zum Leben nötig wäre zu versorgen müßten Aliens, wenns denn welche sind, sich nicht unbedingt auf der Erde bedienen. Viel einfacher wäre es alles Nötige auf dem Mars herzustellen. Selbst wir Menschen könnten dies erreichen, wenn wir nur wollten.

  4. #4

    Standard

    Das mit dem nachgewiesenen Wasser mag ja sein, aber wer weiß in welchem Zustand das ist, und ob es auf Dauer ausreicht. Die Menge dürfte insgesamt magerer ausfallen als hier bei uns. Um das vorhandene Wasser auf zu bereiten bedürfte es auch Energie, Anlagen und Filter. Die mögen ja vielleicht fortschrittlich in Sachen Raumfahrt sein usw. , aber dass "Sie" eine komplette Kläranlage im Repertoire haben wage ich zu bezweifeln. Und um eine halbwegs bessere Sauerstoff Anreicherung auf dem Mars zu bekommen, und dabei würde vermutlich das schon vorhandene Wasser gerade ausreichen, würde ich meinen das man nicht umhin kommt "nach zu füllen"... Ich stütze meine Vermutung auch nur auf die diversen Berichte, wo es oft heisst das "Sie" häufig bei Seen, dem Meer, bzw. bei Wasser beobachtet wurden. Meine, auf eben die Berichte gestützte Analyse bzw. Interpretation schaut halt wie folgt aus. Vorab gehe ich davon aus das Sie nicht den Raum krümmen könnnen, und unter Lichtgeschwindigkeit reisen. Also lasse ich den ganzen Sci-Fi Kram mal weg und stütze mich auf logische und bekannte Parameter. Vorallem aber gebe ich mir viel Mühe und versuche mich in Sie hinein zu versetzen. Selbst die Tatsache das es Insektoide, Reptilien oder Säuger sind beziehe ich ein, da dies eventuell entscheidend ist für deren Entwicklung. Sprich, Medizin, Genetik, Lebenserwartung, Fortpflanzung, Regierungsart , Nahrung ect... ect... Je nach dem gibt es Sub-Spezies, Kasten, Drohnen bzw. Arbeiter und Anführer. Wobei man davon ausgehen könnte das es so ist, anhand der Berichte, wo Greys und Reptiloide zusammen gesehen wurden. Eine Spezies die von Natur aus dazu fähig ist zB. einen Winterschlaf zu machen (also Stoffwechsel einfrieren und dann ohne großartig zu altern), hat eine ganz andere Herrangehensweise zB. an die Raumfahrt wie wir. Und vielleicht ist deren Entwicklung nicht so sprunghaft gewesen wie bei uns und daher ausgereifter, und deren Handlungsweise rein rational. Wie gesagt, das ganze ist mega komplex, alleine wegen den zahlreichen Möglichkeiten und Faktoren.
    Einfach mal intensiver darüber nachdenken.

    Entweder sind es:
    1. eine kleine Population Überlebende in einem Generations-Raumschiff die aus der Not heraus durch das All reisen um eine neue Heimat zu finden, wobei die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist

    2. es könnten auch Eroberer sein die auf Expansion und Gewinnung neuen Lebensraumes sowie Ressourcen sind

    3. es ist auch nicht aus zu schliessen das sich eine Spezies dazu entschlossen hat grundsätzlich im All zu leben, zB. in einem Generations-Schiff, da sie generell Talent dafür haben alles radikal auszubeuten, sich eben auf diese Heuschrecken Weise über Planeten usw. her zu machen


    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen das jemand nur aus Spass im All umhergondelt und dann nur forscht und beobachtet. Es gibt klare Grenzen und Ziele bei allen Lebewesen. Eben überleben, Expansion, Arterhaltung usw.
    Da ist jede andere Spezies untergeordnet, die eigen Art hat grundsätzlich Vorrang. Spezies die sich nicht an diese Elementaren Grundlagen hält ist auf lange Sicht nicht über lebensfähig, logo, oder ?

    Egal was davon zutrifft, es geht um Interessen die den "Motor Leben bzw. überleben und Sein" beinhalten. Es ist auch egal ob Punkt 1, 2 oder 3, da alle Gruppen ein klares Ziel haben werden. Ich finde diese naive blauäugige Haltung, von wegen friedlich, uns wohl gesonnen, Engels gleich, Heilsbringer , Retter usw. als fatal gefährlich und verträumt. Das ist gar vermessen und irrational so etwas zu glauben, IMHO.

    So, nun gehen wir davon aus das so ein riesiges Generations-Raumschiff (oder eine Flotte ...) umher reist und einen Planeten findet wo intelligentes Leben ist und Ressourcen usw. Die Population dürfte Verhältnismäßig klein sein, mitgeführte Waffen Arsenale eher mager (Selbstschutz), oder bei gezielten Eroberern dann eher effektiv usw. Bei Uns werden die dann schnell festgestellt haben das wir sehr kriegerisch sind und äußerst kreativ im Bau von Waffen usw., und dass wir hier schon sehr zahlreich sind usw. Also würde ein direkter Krieg keinen Sinn machen und wäre zu quasi unwirtschaftlich sowie unlogisch. Um selbst keine Verluste zu erleiden würde ich dann (oder sie..) zu ABC Waffen greifen und aus der sicheren Ferne sukzessive und subtil vorgehen. Dazu später mehr.

    Nun wurde beschlossen sich den Mars bewohnbar zu machen da dies zum Anfang ein guter Schritt ist und man sich mit uns damit nicht anlegen muss. Selbst wir meinen ja schon das der Mars in ferner Zukunft bewohnbar zu machen sei und planen die bereits zumindest theoretisch. Wir sind ja noch nicht auf dem Mars gewesen, also sind sie die ersten und könnten dies als rechtens erachten um diesen eben ein zu nehmen. Das Problem aber dann, der Mars ist karg, und um diesen dauerhaft und effektiv bewohnbar zu machen bedarf es zB. Pflanzen, viel Wasser (mehr als vorhanden), und eventuell einige Tierarten vielleicht. Und hier greifen dann wieder die bisher gemachten Beobachtungen, dass sie Wasser, Pflanzen und Tiere stehlen. Ich finde es ziemlich merkwürdig das andere, vorangegangene Mars Sonden von uns, die in ihrer Zeit schon Methan hätten aufspüren können, dies nicht fanden. Aber nun heisst es das welches da ist, und man nun raus finden muss ob es organisch oder geologisch bedingt entstanden ist. Die Tatsache das es auf einmal da ist, ist schon merkwürdig, IMHO. Auch merkwürdig das einige der super teuren Mars Sonden die losgeschickt wurden urplötzlich den Geist aufgaben... Oder das die russische Sonde, die einen der Mars Monde untersuchen sollte, dann plötzlich, nach einem gesehenen Lichtblitz, kaputt ging.

    Nun gut, Sie haben sich wohl möglich auf dem Mars eingerichtet und holen sich hier was sie brauchen, ohne zu fragen, und auf perfide und gemeine Art. Auch gut möglich das Sie außerdem unsere Erkenntnisse und technischen Errungenschaften ausspionieren und sich ebenfalls zu eigen machen. Dabei verfolgen sie einen weiteren, und böseren Plan, eben die sukzessive Übernahme der Erde und die Ausrottung unserer Art. Und dabei greife sie auf die einfachste Art der Kriegsführung zurück, ABC Waffen. Warum ich darauf komme bzw. die vermute ? Nun, erwiesenermaßen gibt es diese Tierverstümmelungen schon seit den frühen 60ger Jahren, wobei die entfernten Teile an den Tieren seit je her immer die gleichen sind und die Spuren bis heute unverändert sind, also die Art der Schnitte usw.
    Und die Tatsache das diese Weidetiere außer den Verletzungen dazu noch meistens etliche Knochenbrüche hatten und man vermutete das es daher kam dass sie aus einer Höhe fallen gelassen wurden und teils Hörner oder Knochen tief in der Erde steckten usw. , wie eindeutig soll es noch sein oder werden bis man das begreift ? Kühe, Pferde, also Huftiere die auf Bäumen gefunden wurden, oder Hochspannungsmasten usw. , was noch ? Man sollte die Berichte über Tier Verstümmelungen mal aufmerksam lesen. AFAIR hat ein befragter Wissenschaftler mal darauf hingewiesen das die entfernten Teile bei den Tieren eben jene sind bei denen wir heute die für das BSE verantwortlichen Prionen finden kann, usw. Viel später dann tauchte BSE auf, also lange nachdem die ersten Tiere verstümmelt wurden. Das BSE verseuchtes Fleisch beim Menschen AFAIK Alzheimer auslösen kann ist ja mittlerweile auch erwiesen. Um es auf den Punkt zu bringen, ich vermute das man versucht uns Menschen auf hinterhältige Art und Weise über unsere Nahrungskette zu dezimieren. Und das nicht nur ausschließlich über Rinder, nein, man hat ja auch typisch verstümmelte Hühner, Ziegen, Schafe usw. gefunden. Ins Auge sticht dann die Thematik der Vogelgrippe die auch uns Menschen schadet bzw. tötet. Ich habe bisher noch keine Stelle in diversen Geschichtsbücher gefunden wo von BSE (Rindewahn) und Vogelgrippe in dem bekannten Ausmaßen die Rede ist. Man kann entgegenhalten das wir selbst die Auslöser für BSE waren, sprich Tiermehl. Aber das mag ich nicht so recht glauben da dies ja auch nur ein theoretischer Erklärungsversuch der Wissenschaft ist. Klar, ich muß zugeben das ich selber nur spekuliere. Und weiter im Text...

    In einer Unterhaltung mit einem Mediziner (Prof.Dr.) kam ich mal auf dieses Thema und war sehr überrascht das meine Gegenüber aufgeschlossen so einiges von sich gab was mich erstaunte. Er meinte, man solle sich mal vorstellen was wäre, wenn eine fremde Spezies hier auftaucht und ihre Krankheiten ein schleppt, bzw. das diese ebenso an unseren Krankheitserregern sterben können. Im gleichen Atemzug wurde dann von dem super aggressiven Ebola gesprochen welches zB. ja auch eingeschleppt worden sein könnte. Dies nicht unbedingt von leibhaftigen Aliens, nein, Pan-Sperm Theorie, das solche Erreger mit einem Meteor hier gelandet sein könnte. Ebenso AIDS ... Wir hatten dann (geschätzte 2 Stunden in der Kneipe) eben über dieses Thema spekuliert, und meine Theorie ebenso besprochen, wobei diese als gar nicht mal so verkehrt befunden wurde.

    Wenn man sich mal vor Augen hält wie viele Menschen jährlich weltweit spurlos verschwinden, und dann die wirklich mysteriösen Fälle wo es dann auch absolut spurlos zugeht. Würden sich alle Staaten der Welt zusammentun und eben global addieren wie viele das sind, und sich dann mal ernsthaft Gedanken machen, wäre das wohl IMHO sehr ernüchternd.

    Abschließend möchte ich nur noch unterstreichen das dies nur meine eigene Schlüsse sind die ich aus den Fakten bzw. bei meinen Recherchen gezogen habe. Kann auch sein das andere ähnliche oder die gleichen Schlussfolgerungen gemacht haben. Einfach nur meine Spekulation zum Thema UFOs usw.

    Du sagst ja selbst das der Mars durchaus ein sicheres Domizil sein könnte.

    Gruß,
    Quinix

  5. #5

    Standard

    Hallo Quinix

    Also das Wasser bzw Eis auf dem Mars würde für eine Station eventuel ausreichen. Sollte dies dennoch nicht ausreichend sein, nun der Mars oder die Erde sind nicht die einzigen Planeten in unseren Sonnensystem auf denen es Wasser gibt. Auch Rohstoffe müßten sie nicht unbedingt von der Erde beziehen.

    Du gehst davon aus das sie den Raum nicht krümmen können. Nun da sprechen die UFOs die hier auf der Erde gesichtet werden eine andere Sprache. Mann geht davon aus das diese Fahrzeuge mit Magnetfeldern oder gar Antischwerkraft fliegen,und auch schweben tun. Wurde ja ziemlich oft beobachtet. Dann gibt es da einen gewisssen Bob Lazar, nicht in allen Punkten glaubwürdig, aber was seine Arbeit angeht, sprich Physik, scheint er voll und ganz die Wahrheit zu sagen. Auch wenn immer gern das Gegenteil propagiert wird. Folglich sind sie sehr wohl in der Lage den Raum zu krümmen. Also können sie in relatiev kurzer Zeit von Planet a nach Planet b reisen.

    Dann ist es auch so das UFOs nicht erst seit gestern hier auftauchen und gesichtet werden, nein diese Flugobjekte werden seit jahrtausenden immer und immer wieder gesichtet. Nur wurden sie mit anderen Namen bedacht: Fliegende Barke,Himmelswagen, Feuriger Diskus, Himmelswagen usw.

    Also wären sie wirklich scharf darauf uns auszulöschen, dann würde ich jetzt nicht hier vor meinem PC sitzen. Denn noch vor 100 Jahren wäre es für sie ein leichtes gewesen uns wegzupusten. Zudem denke ich das eine Zivilisiation die derart weit entwickelt ist ganz andere Interessen hat als uns auszulöschen. Ich vermute mal sie forschen. Oder was auch immer sie hier tun. Zudem wissen wir nicht einmal mit 100%er Sicherheit ob die UFOs von Aliens gesteuert werden. Das eine Intelligenz dahintersteckt dürfte klar sein. Dass sie nicht immer freundlich sind, dürfte eigentlich auch jeden klar sein der sich dafür interessiert.

    Dies hier ist lediglich eine Überlegung von mir und muß nicht stimmen. Schließt aber einige Horrorscenarios von dir aus. Als da wären lange Reise, Tiefschlaf, Ressourcenknappheit, ABC-Waffeneinsatz.

  6. #6

    Standard

    Soweit ich weiß, liegt der Mars tatsächlich in der habitalen Zone unseres Sonnensystems. Das größte Problem was aber gegen eine Evolution am Mars spricht, ist die Tatsache, dass er kein Magnetfeld hat, so dass Sonnenwinde (=Strahlung!) einfach auf den Planeten durchprasselt. Zudem ist der Mars soweit ich weiß, zu leicht um eine Atmosphäre zu halten.
    Wenn überhaupt, können nur einfache Lebensformen dort gelebt haben, bzw. leben.

  7. #7

    Standard

    Hallo,

    zur Ausgangsfrage: Es gab kein Leben auf dem Mars, das dort entstanden ist bzw. sich zu höheren Formen (Metazoen-Analoga) entwickelt hat. Damit erledigt sich zugleich die Frage, ob sich dort jemals eine Hochkultur hätte entwickeln können.

    Begründung: Die Entstehung von Lebewesen (Biogenese) ist an eine Reihe von Bedingungen geknüpft, die zum größten Teil auf dem Mars zu keiner Zeit gegeben waren.

    Zunächst zu den Bedingungen, die für eine Biogenese auf dem Mars sprechen:

    Es hat bis vor etwa 3 Milliarden Jahren auf dem Mars eine dichte Atmosphäre und größere Flächen flüssigen Wassers gegeben. Relikte dieser Ära sind mäandrierende Flussbetten und Uferlinien im Nordpolarbecken. Weiterhin gab es Ansätze zu einer Plattentektonik sowie ein Magnetfeld, das hinreichend stark war, um eine Polarisierung des Gesteins zu bewirken, die in Bänderstruktur nachweisbar ist - analog zu irdischen Gesteinsformationen entlang der Spreizungszonen parallel zu den ozeanischen Riftsystemen. Die Reste vulkanischer Aktivität sind im Gebiet des Tharsis-Plateaus erkennbar. Aufgrund dieser Bedingungen ist es sehr wahrscheinlich, dass sich komplexe Kohlenstoffverbindungen auf abiogene Weise gebildet und in den Wasserflächen angereichert haben. Die einfallende UV-Strahlung der Sonne begünstigte die Entstehung von Radikalen, die miteinander auf vielfältige Weise reagierten.

    Nun zu den Bedingungen, die gegen eine Biogenese auf dem Mars sprechen:

    Ich knüpfe an den letzten Gedanken an. Genau dieselbe UV-Strahlung bewirkt einen gegenläufigen Effekt: Komplexe Moleküle werden in Radikale aufgespalten, so dass sich niedrigermolekulare Verbindungen bilden. Mit der Zeit bildet sich ein Gleichgewicht heraus zwischen Aufbau und Zerstörung von höhermolekularen Verbindungen. Die eingesetzte Chemische Evolution kommt damit zum Stillstand. Sie stagniert auf einem Niveau, das der Stärke der einfallenden UV-Strahlung analog ist.

    Ein beliebter Einwand dagegen ist, dass Wasser vor UV-Strahlung schützt, so dass in tieferen Schichten die komplexen Moleküle erhalten bleiben. Im Prinzip ist das richtig, aber damit ergibt sich ein neues Problem: Wasser hat die für abiogene chemische Synthesen nachteilige Eigenschaft, dass es Verbindungen spaltet (Hydrolyse), so dass auch unterhalb der schützenden Wasserschicht ein Komplexitätsabbau stattfindet.

    Für einen weiteren Schritt ist somit eine Abschirmung vor UV-Strahlung notwendig sowie eine moderate Wasserzufuhr, die abgeleitet werden kann. Dies scheint in hydrothermalen Schloten gegeben zu sein, die auf der Erde entlang der Riftzonen zu finden sind. Auf dem Mars hat man derartige Strukturen noch nicht gefunden, so dass zweifelhaft ist, ob diese Möglichkeit der doppelten Abschirmung jemals gegeben war. Aber selbst wenn: Auch das reicht noch nicht. In hydrothermalen Schloten kann sich zwar eine sogenannte chemolithoautotrophe Biochemie entwickeln (Chemische Synthesen auf der Oberfläche von diversen Mineralien, die der drohenden Hydrolyse entgegenwirken), so dass sich die Gesteinsporen mit "interessanten" Molekülklassen anreichern, aber die Abgrenzung funktionierender Stoffwechselwege von anderen, ebenfalls funktionierenden Stoffwechselwegen ist in diesem Habitat nicht gegeben. Es fehlen die dazu nötigen Vesikel, innerhalb derer der sich entwickelt habende Stoffwechsel ablaufen kann.

    Also muss es eine Möglichkeit geben, UV-schutz und Hydrolyse-Schutz wenn schon nicht perfekt, so doch aber als Kompromiss hinzubekommen. Dazu bieten sich Wattflächen in der Nähe von vulkanisch aktiven Zonen an. Hier gibt es eine mineralische Vielfalt, die chemolithoautotrophe Synthesewege eröffnet - analog zu den hydrothermalen Schloten. Die periodische Vernässung während der Flut schützt die unter UV-Einstrahlung entstandenen komplexen Moleküle, die noch nicht zerstört worden sind, länger, so dass sie während er Ebbe in den Wattsand versickern können und als Substrat für weitergehende Synthesen zur Verfügung stehen. Abiogen entstandene Lipide (Fettsäureverbindungen) bilden beim Antrocknen an Mineraloberflächen flache Strukturen, die sich nach dem Wiedervernässen spontan zu Vesikeln formen. Experimentell konnte festgestellt werden, dass mitangetrocknete Nukleotide und Aminosäuren z.T. innerhalb der späteren Vesikel enthalten waren. Hier ist also ein Weg gegeben, der zur spontanen Entstehung von Protozellen führen könnte. Allerdings passt alles nur zusammen, wenn man von Wattflächen ausgeht.

    Wattflächen entstehen nur dann, wenn ein großer Mond vorhanden ist. Der Mars verfügt über keinen solchen, so dass hier zu keiner Zeit Wattflächen vorhanden waren. Aus diesem Grund hat sich auf dem Mars keine Biogenese ereignet.

    An dieser Stelle melden sich die Panspermie-Vertreter zu Wort und führen an, dass erste Mikroben doch von der Erde über meteoritisches Material zum Mars gelangt sein könnte. Stimmt. Das könnte sein. Aber diese frühen Mikroben sahen sich sehr schnell den Nebenwirkungen des zunehmenden Atmosphärenverlusts ausgesetzt. Die Wasserflächen verschwanden. Die Gesteine oxydierten. Die ehemaligen Meeresböden reicherten sich mit Perchloraten an und wurden steril. Letzte Refugien könnten in den Permafrostböden in der Nähe der Marsvulkane sein, wo infolge eines noch schwachen Wärmeflusses ein episodisches unterirdisches Auftauen möglich ist. Aber das müssen gezielte Missionen noch herausfinden.

    Viele Grüße!

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