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Russen wollen Menschen zum Mars schicken

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Alt 23.08.2007, 23:45   #1
colt47
 
Dabei seit: 23.08.2007
Ort: Westliche Besatzungszone
Beiträge: 5
Standard Russen wollen Menschen zum Mars schicken

Russland will in das Wettrennen zum Mars eingreifen: Moskau hat konkrete Pläne für eine bemannte Mission zum Roten Planeten. Schon 2017 könnten optimistischen Schätzungen zufolge die Kosmonauten starten.

Berlin/Moskau - Eigentlich haben die Russen immer die Ansicht vertreten, Flüge zu anderen Planeten seien wegen der enormen Kosten nur in internationaler Zusammenarbeit zu stemmen. Doch angesichts des geplanten nationalen Alleingangs der Amerikaner und anderer Nationen zum Mars bereiten nun auch die Russen eine eigene bemannte Mission zum Roten Planeten vor. Der Zeitpunkt steht allerdings noch nicht fest.

Optimisten peilen die Jahre 2017/2018 an, wenn sich das nächste sogenannte ballistische Fenster zwischen Erde und Mars öffnet. Pessimisten halten den Termin allerdings wegen der gewaltigen technischen Voraussetzungen, die dafür erst geschaffen werden müssen, für unrealistisch. Schließlich braucht man ein riesiges, hunderte Tonnen schweres Raumschiff mit völlig neuem Antrieb. Eines ist für Russland jedoch klar: Der Flug wird stattfinden und dauert hin und zurück unter optimalen Bedingungen 700 Tage plus 20 bis 30 Tage Aufenthalt auf dem Mars. Auch die Finanzierung scheint gesichert, denn das Projekt ist im Föderalen Raumfahrtprogramm (FKP) verankert.

Ein erster Entwurf wurde 2005 unter dem Titel "Bemannte Expedition zum Mars" erstellt. Dabei schälte sich heraus, dass Zeitpunkt und Kosten der Mission im wesentlichen vom Triebwerkstyp abhängen, wie Chefkonstrukteur Witali Semjonow vom Moskauer "Keldysch"-Forschungszentrum sagte, der zu den Vätern des Projekts gehört. Nach dem derzeitigen Stand der Dinge erhält das Raumschiff elektroreaktive Motoren, die mit Sonnenenergie gespeist werden. In der ersten Etappe des Projekts sind fünf unbemannte Expeditionen zum Mars geplant. Dabei soll auch ein mehrfach verwendbarer Bugsierer zum Einsatz gekommen.

Suche nach Platz für eine Marsbasis

Der Bugsierer muss die Voraussetzungen für eine Landung und den Rückstart erfüllen. Ferner soll es am geplanten Landungsort nach Möglichkeit unterirdische Wasservorräte geben. Die Wissenschaftler wünschen sich zudem ein Gebiet mit den größten Chancen für die Entdeckung von Lebensspuren.

Doch bevor es losgehen kann, müssen neben den technischen auch medizinische und biologische Probleme gelöst werden. Denn der Mensch ist das schwächste Glied in dem Jahrhundertvorhaben. Zwar hat der russische Arzt Waleri Poljakow 1994/95 in der Raumstation MIR bei einem Selbstversuch mit seinem 438-Tage-Flug schon den prinzipiellen Beweis erbracht, dass es offenbar keine Grenzen für Langzeitmissionen im All gibt. Allerdings bereitet auf dem langen Weg zum Mars die kosmische Strahlung den Experten Kopfzerbrechen. Dieser Gefahr soll damit begegnet werden, dass man die Treibstoff- und Wassertanks rund um die Wohnsektion gruppiert.

Ernähren werden sich die Mars-Fahrer weitgehend wie Kosmonauten: Sie bereiten ihre Trockennahrung mit Wasser auf, das aus einem geschlossenen Kreislauf kommt. Ergänzt wird der Speiseplan durch frische Vitamine aus einem "kosmischen Gemüsegarten", dessen Prototyp im Moskauer Institut für Medizinsch-Biologische Probleme (IMBP) entwickelt wurde.

Die psychologischen Aspekte des 530-Tage-Abenteuers sollen ab Herbst bei der Mission "Mars-500" realitätsnah auf der Erde durchgespielt werden. Sechs Kandidaten, darunter auch von der Europäischen Weltraumorganisation Esa, imitieren den Flug in hermetisch abgeschlossenen Modulen. Dabei soll vor allem herausgefunden werden, wie Menschen unter normalen wie außergewöhnlichen Bedingungen auf eine solche Strapaze reagieren.

90 Bewerber aus 19 Staaten wurden bereits ausgewählt. Darunter sind lediglich sechs Frauen und ein Ehepaar. Die Russen räumen Frauen nur geringe Chancen ein, als erste ihre Füße auf den Mars zu setzen - aus "physiologischen und psychologischen" Gründen, wie sie sagen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/w...471889,00.html

http://berlinadmin.dlr.de/HofW/nr/170/Sojus-MEX.jpg

http://spaceflight.nasa.gov/gallery/images/mars/marsvehicles/lores/s95_01408.jpg
colt47 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.08.2007, 07:58   #2
Großmuffti
 
Dabei seit: 23.08.2007
Beiträge: 1
Standard Die geplante Mars Mission

Ein völlig unrealistisches Vorhaben, meiner Meinung nach. Russland sollte das Geld besser für andere Dinge ausgeben. Andererseits ist es vielleicht nicht dumm, wenn die Russen eine Mars Mission ankündigen, würde es doch die Amerikaner dazu animieren Milliarden von US-Dollar in dieses Grab zu investieren. Aber vermutlich werden wir von den USA im Jahre 2020 eine bemannte Marsmission aus einem Hollywood-Studio serviert bekommen.

Großmuffti ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.06.2008, 00:35   #3
starzorro51
 
Benutzerbild von starzorro51
 
Dabei seit: 29.11.2007
Ort: Schöftland, Schweiz
Beiträge: 17
Standard Es wird bereits geplant, den Mars bewohnbar zu machen.

Es wird auch behauptet, dass die Boden-Strukturen auf dem Mars den Hinweis geben, dass im Marsboden (mehrere Meter Dauerfrost) Wasser vorhanden sein muss.

Es bestehen diverse Vorstellungen, wie der Mars in wenigen Jahrzehnten zu einem bewohnbaren Planeten gemacht werden kann. Dabei wird die Atmosphäre mit (bei uns schädlichen) Treibhausgasen erwärmt. Die Polkappen aus Trockeneis würden geschmezt und das daraus freigesetzten Kohlendioxid die Atmosphäre noch weiter erwärmen. Nur die Frage, warum sich der Mars in der Urzeit anders entwickelt hat als die Erde wird leider nicht beantwortet. Der Film dauert 42 Minuten und ist sehr interessant:

http://video.google.com/videoplay?do...06080&q=&hl=de

Eine Vision des zukünftigen Menschenleben auf dem MARS, ein Dokumentarfilm von Henichiro Takiguchi.
starzorro51 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.07.2008, 07:00   #4
FWD
abgemeldet
 
Dabei seit: 14.12.2007
Beiträge: 28
Standard Russen wollen Menschen zum Mars schicken

Mal abwarten was uns in der Richtung noch alles präsentiert wird.

Aber was die Russen betrifft, bei denen wäre das Geld besser in der Bevölkerung aufgehoben. Aber ändern wird sich das nicht. Die Politiker sind genau wie bei uns. Es sind nur immer andere Schweine, die aus dem selben Topf fressen.
FWD ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.06.2009, 16:17   #5
cleaner3544
 
Benutzerbild von cleaner3544
 
Dabei seit: 21.06.2009
Ort: Broome
Beiträge: 34
Es wäre ja wunderbar wenn einer mal den Startschuss für eine Marsmission geben würde. Aber was die Russen wollen und dann auch wirklich auch umsetzen dass sind zwei paar Schuhe.

Das ganze wird doch am Geld scheitern. Eine Marsmission kann nur von mehreren Nationen bewältigt werden.
cleaner3544 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.02.2010, 23:57   #6
Tschikist
 
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Ort: Nbg
Beiträge: 37
Ich glaube die Russen schaffen das. Finanziele Probleme wird es nicht geben , das sind nicht mehr 80-90 Jahre, die Zeiten sind vorbei. Gas, Erdöl hatte früher Mafia im griff , jetzt aber der Staat und ausserdem haben Russen die Kriese leichter überstanden als wir. Die haben momentan geringere Schulden als Deutschland und viele andere Länder, EU-Länder. Die schaffen das schon.
Tschikist ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.09.2010, 14:19   #7
Warixsky
 
Dabei seit: 18.09.2010
Ort: NRW
Beiträge: 33
Standard Marsmission

Es werden noch viele Jahre vergehen, bis eine oder mehrere Nationen zusammen eine Marsmission starten werden.
Die Gründe liegen nicht nur bei der Finanzierung des Vorhabens, sondern vor allem an vielen (sehr vielen) noch nicht gelösten,
technischen Problemen. Hätte man einen Teil des Geldes, das durch die letzte Finanzkrise "verbrannt" wurde, dann könnte
man sofort mit diesem Vorhaben beginnen. Natürlich könnte man in relativ kurzer Zeit ein kleineres, bemanntes Raumschiff
richtung Mars schicken, das wäre aber ein Selbstmordkommando ohne Wiederkehr.
Warixsky ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.05.2011, 14:27   #8
Mieze
 
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Dabei seit: 02.05.2011
Ort: Hamburg
Beiträge: 226
Laut BILD (oder einem anderem Boulevardblatt) soll Putin Interesse am Flug ins All haben. Durchtrainiert ist er ja, über genug Disziplin verfügt er auch. Der Kosmonaut Valeri Poljakow hält den Rekord eines Menschen im All, der war fast zwei Jahre an Bord der MIR. Als "Held der Sowjetunion" stieg er auf und als er wieder Boden unter den Füßen hatte, existierte die Sowjetunion nicht mehr.

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